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Bauvorhaben am Bahnhof: Ausstellung und Film über "Urban Soul"

Bauvorhaben am Bahnhof : Ausstellung und Film über "Urban Soul"

"Et bliev nix wie et wor", lautet Paragraf 5 des Rheinischen Grundgesetzes. Und er passt: Das Unternehmen Developer aus Düsseldorf wird mit seinem Bauprojekt „Urban Soul“ das Gelände am Hauptbahnhof städtebaulich völlig verändern.

„Ein Dreiklang soll es werden aus eben drei Gebäuden. Wie sie aussehen und wirken sollen, wenn sie voraussichtlich bis Herbst 2019 stehen, davon können sich Interessierte jetzt ein ziemlich genaues Bild machen.

Eine Ausstellung im Bonner Loch in der früheren Zeeman-Filiale erklärt das Vorhaben, erläutert die Geschichte des Städtebaus vor dem Hauptbahnhof und zeigt eine vierminütige Filmanimation, wie das gesamte Ensemble mit Einkaufshaus an der Poststraße, Hotel zur Thomas-Mann-Straße und Parkplatz samt Büros an der Rabinstraße später einmal im Detail angedacht ist. Auch ein Modell, das neben diesem Projekt das noch zu bauende Maximilian-Center nebenan in Szene setzt, ist ausgestellt.

Zur Eröffnung erläuterte Bastian Julius, bei den Developern für die Vermarktung des Projekts verantwortlich, den Hintersinn der Aktion: „Wir wollen mit der Öffentlichkeit in Kontakt treten, aber auch mit potenziellen Mietern für die Objekte.“ Geöffnet ist die Ausstellung mittwochs bis samstags von 15 bis 18 Uhr, zum Bonnfest am ersten Oktoberwochenende bereits ab 12 Uhr.

Bau der Treppe beginnt kommende Woche

Erfreut über den baldigen Start der Bauarbeiten zeigte sich Stadtbaurat Helmut Wiesner. „Hier beginnt eine überfällige Stadtreparatur“, sagte er. In den 70er Jahren erfolgte der Abriss der Häuser des einst bebauten Bonner Lochs, weil die U-Bahn gebaut wurde. Alte Bilder, wie es dort früher ausgesehen hat, zeigt die Schau über einen Fernseher. Cornelius Wens, Architekt von „Urban Soul“, betonte, „dass in etwa der frühere Grundriss wiederhergestellt wird“.

Die nächsten Schritte sehen laut Julius nun folgendermaßen aus: In der kommenden Woche beginnt Ten Brinke, Bauherr des Maximilian-Centers (ehemalige Südüberbauung), mit dem Bau der ersten Treppe. Die Developer bauen eine zweite Treppe parallel zum Hauptbahnhof. Julius geht davon aus, dass bis zum Jahreswechsel die neuen Zu- beziehungsweise Abgänge fertig sind.

Das ist Grundvoraussetzung für die tiefgreifenden Bauarbeiten im Anschluss, die mit einer Schließung des Bonner Lochs verbunden sind. Wie Wiesner sagte, „ein nie geliebtes Kind der Bonner“. Auf Nachfrage teilte Julius mit, dass die ersten Mietverträge schon unterschrieben seien. Ein Ankermieter für das Einkaufshaus zur Poststraße sei ebenso gefunden wie ein Hotelbetreiber. Namen und Details nannte er allerdings nicht. Er kündigte an, dass sein Unternehmen weitere Projekte in Bonn umsetzen wolle.