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Auto-Demo in Bonn: Corona-Kritiker protestieren gegen die Pandemie-Politik

Corona-Kritiker in Bonn : Mit einem Autokorso protestieren Teilnehmer gegen die Politik der Bundesregierung

Mit einem Autokorso haben am Abend in Bonn Corona-Kritiker demonstriert. Eine weitere Versammlung ist für Donnerstagabend geplant. Dann sollen bis zu 400 Personen kommen.

Am Ende waren es weniger als gemeldet. 30 bis 50 Fahrzeuge sollten  am Mittwochabend in einem Autokorso durch Bonn fahren, um gegen die Corona-Politik der Bundesregierung zu demonstrieren. Am Ende waren es gut 15  Fahrzeuge und circa 30 bis 40 Personen, die von der Polizei auf ihrer Route begleitet wurden, teilte ein Polizeisprecher am Abend dem GA mit.

Start- und Endpunkt war dabei der Rheinauen-Parkplatz am Herbert-Wehner-Platz. Von da aus fuhren die sogenannten Freiheitsfahrer Richtung Norden am Rhein entlang und dann in einem Bogen über Graurheindorf, Buschdorf, Tannenbusch, Dransdorf, Poppelsdorf und Kessenich zurück zum Startpunkt an der Rheinaue.

Der Autokorso fand unter strengen Auflagen statt. So mussten sich zusammengehörige Personengruppen aus maximal zwei Hausständen und mit maximal fünf Personen zu Beginn der Versammlungsleitung gegenüber zu erkennen geben, sagte Vize-Stadtsprecher Marc Hoffmann. Ebenso habe der Versammlungsaufzug zwingend in der angemeldeten Form als Autodemonstration stattzufinden. Das bedeute, dass das Verlassen des Fahrzeuges sowohl am Aufstellungsort sowie unterwegs nur aus triftigen Gründen zulässig sei. Wer das Fahrzeug verließ, musste zwingend eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Ebenso empfahl die Stadt, dass die Teilnehmer einen tagesaktuellen Schnelltest durchführen sollten. Weitere Regeln: Wer die Auflagen der Stadt nicht einhalte, dem drohe ein Zwangsgeld von 250 Euro, so die Verwaltung. Müssten Einsatzkräfte die Versammlung wegen erheblicher Verstöße auflösen, drohe gar ein Zwangsgeld von 20.000 Euro.

Weitere Corona-Demo am Donnerstag geplant

Eine weitere Corona-Demo findet an diesem Donnerstag auf der Wiese neben der Deutschen Welle statt. Laut Polizei sollen bis zu 400 Teilnehmer kommen. Die Stadt hat die Versammlung auf diese Teilnehmerzahl begrenzt. Kämen mehr, dann seien sie von der Versammlung auszuschließen, teilte die Stadt mit.

Die Versammlung steht unter dem Motto „Der Zweck heiligt nicht die Mittel – Schluss mit Willkürmaßnahmen, Misshandlungen und Traumatisierungen“ und soll um 18 Uhr beginnen. Auch da gelten strenge Auflagen der Stadt Bonn. So müsse auf der Versammlung ein strikter Mindestabstand von anderthalb Metern eingehalten werden. Wegen der hohen Anzahl an erwarteten Teilnehmern müsse die Versammlungsleitung für eine einfache Rückverfolgbarkeit die Daten der Demonstranten notieren. Darunter zählen Vor- und Nachname, die Adresse und eine Rufnummer zur telefonischen Erreichbarkeit.

Auf der Versammlung sind auch zwei Rechtsanwälte als Redner angekündigt. Einer von ihnen ist Ralf Ludwig. Er war auch Unterstützer der „Corona-Info-Tour“. Im November vergangenen Jahres hatten sich mehr als 400 Personen aus Bonn und Umgebung auf dem Marktplatz in der Innenstadt getroffen, obwohl die Stadt die Veranstaltung nicht genehmigt hatte.