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Autokino in Bonn: Stadt Bonn genehmigt Freiluftkino in Dottendorf

Für maximal drei Monate : Stadt Bonn genehmigt Autokino in Dottendorf

Die Stadt Bonn hat grünes Licht für ein Autokino in Dottendorf gegeben. Auf dem ehemaligen Miesen-Areal sollen 300 Autos Platz finden.Doch es gibt bereits ein Ablaufdatum für das Freiluftkino.

Film ab, heißt es wohl bald auf dem früheren Miesen-Gelände in Dottendorf. Denn die Stadt wird den Autokino-Plänen des Siegburger Technik-Dienstleisters Sound and Light grünes Licht geben. Das sagte Stadtsprecherin Monika Hörig am Dienstag auf GA-Nachfrage. Die Genehmigung, mit der spätestens Anfang kommender Woche zu rechnen sei, gelte maximal für drei Monate. „Und sie wird längstens bis zur Wiedereröffnung regulärer Kinos erteilt werden“, kündigte Hörig an.

Die Firma Sound and Light, die den Antrag gestellt hatte, wollte sich auf Nachfrage noch nicht umfassend zu ihrem Konzept äußern. „Wir haben bislang nur eine telefonische Zusage seitens des Bauamtes“, begründete das Sebastian Tünnerhoff. Zumindest arbeitet man schon zuversichtlich an einer Webseite, über die auch der Ticketverkauf laufen soll. 300 Autos, so schwebt es den Siegburgern vor, könnten abends auf dem insgesamt 4,5 Hektar großen Gelände an der Dottendorfer Straße vorfahren. Aus Sicht der Stadt sei nur dieses Areal für ein Autokino geeignet, sagte Hörig im Hinblick auf weitere Interessenten.

Davon gibt es insgesamt neun. Auch die Bonner Event-Agentur Eventiger mit dem Beueler Veranstaltungsunternehmen Vision53 ihren Hut in den Ring geworfen – und zwar für den Bereich des Telekom Domes. Das Gelände sei erst am Dienstag „angefragt worden, die Verwaltung prüft das“, meinte Hörig dazu.

Auto-Konzerte kommen nicht in Frage

Keine Chance hätten derzeit Auto-Konzerte, sagte Monika Hörig: „Die bisher von Interessenten genannten Gelände kommen nicht in Frage.“ Die Situation sei hier im Vergleich zu den Autokinos unter anderem wegen der möglichen Immissionen komplizierter.„In erster Linie steht die Nähe zur Wohnbebauung entgegen“, meinte die Stadtsprecherin. Neben der Musik gibt es – wie sich beim Brings-Konzert im Autokino Köln-Porz gezeigt hatte – statt Applaus viel Gehupe. Außerdem befänden sich die Gelände im sogenannten Außenbereich, in dem keine baulichen Anlagen – damit auch keine „fliegenden Bauten“ – zulässig seien. Allerdings sei die Verwaltung im Gespräch mit den Antrag­stellern, ob unter Umständen andere Flächen denkbar seien.

Schon angelaufen ist unterdessen der Vorverkauf für das Autokino im Gewerbegebiet Rheinbach, das das Adendorfer Drehwerk ab Donnerstag gemeinsam mit WOTEC Veranstaltungstechnik betreibt. „Die ersten drei Tage sind schon ausverkauft“, sagte Jana Zimmermann vom Drehwerk. 100 Autos mit jeweils zwei erwachsenen Insassen dürfen auf das Gelände an der Zeissstraße 14. Zimmermann kündigte aber an, dass es ab 8. Mai von freitags bis sonntags Nachmittagsvorstellungen für Familien geben soll.