Mehr Einsätze in Bonn "Jeder, der im Rhein schwimmt, ist gefährdet"

Bonn · Rettungskräfte in Bonn verzeichnen bereits im Juni mehr Rhein-Einsätze als in den Vorjahren. Sind Personen erst von der Rheinströmung erfasst, ist manchmal keine Rettung mehr möglich, warnen Experten.

 Die DLRG in Bonn berichtet von einem höheren Einsatzaufkommen auf dem Rhein in diesem Jahr. (Symbolfoto)

Die DLRG in Bonn berichtet von einem höheren Einsatzaufkommen auf dem Rhein in diesem Jahr. (Symbolfoto)

Foto: dpa/Uwe Anspach

Immer wieder ertrinken Menschen im Rhein. Zuletzt waren zwei Mädchen aus Duisburg beim Baden ertrunken, ein mutmaßlicher Autodieb wurde bei Bad Breisig auf der Flucht vor der Polizei von der Strömung fortgerissen und ertrank. "Jeder, der im Rhein schwimmt, ist gefährdet", antwortet Michael Adler von der Wasserschutzpolizei in Bonn knapp auf die Frage, ob nur für bestimmte Rhein-Schwimmer eine Gefahr bestehe. "Eine Strömungsgeschwindigkeit von fünf bis acht Stundenkilometern klingt langsam. Aber dagegen kann man nicht anschwimmen, wenn man erst mal drin ist." Der Polizist hält Vorträge an Grundschulen in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis über die Gefahren, die der Rhein für Badegäste birgt.