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Bahnstreik in Bonn: Lage am Hauptbahnhof trotz Streik entspannt

Zugausfälle im Fernverkehr : Lage am Bonner Hauptbahnhof trotz Streik entspannt

Der Bahn-Streik legt weite Teile des Zugverkehrs seit Mittwochfrüh lahm. In Bonn ist vor allem der Fernverkehr betroffen. Wie erleben Reisende und Pendler die Lage am Bonner Hauptbahnhof?

Am ersten Morgen des Streiks der Gewerkschaft der Lokführer (GDL) ist die Lage am Bonner Hauptbahnhof trotz Zugausfällen relativ entspannt. Im Berufsverkehr zwischen 7.30 und 9 Uhr wurden dort keine Zugausfälle im Regionalverkehr angezeigt. Der Grund: Die privaten Wettbewerber wie National Express (RE 5 und RB 48) oder die Mittelrheinbahn (RB 26) sind nicht vom Streik betroffen. Dafür fielen am Morgen jedoch alle Fernzüge aus.

„Es klappt erstaunlich gut“, sagt Katharina Knorr, die extra früh aufgestanden ist und von Overath nach Bonn gefahren werden musste, um ihren Zug zur Uni in Mainz zu bekommen. Als sie gestern vom Streik erfahren habe, dachte sie, es gebe Chaos und wütende Reisende. „Hier sieht es aber sehr unspektakulär aus.“ Die Züge, die nicht ausfallen, würden auch tatsächlich fahren. Das einzige „dramatische Detail“ war, dass auch ihre Kinder um sechs Uhr aufstehen mussten.

„Was haben wir? Streik?“, fragt Johannes Fischer. Der Bonner ist gerade auf dem Weg in den Wanderurlaub und wird dort nun eine Stunde später ankommen als geplant. „Ich sehe das entspannt“, sagt er.

Auf der Anzeigentafel in der Bahnhofshalle sind vor allem Fernverkehrszüge weiß markiert, was bedeutet, dass sie ausfallen. Wie ein Sprecher der Bahn am Mittwochmorgen mitteilte, ist der Betrieb auf einen Notfallfahrplan im Fern- und Nahverkehr umgestellt worden. 25 Prozent der Fahrten im Fernverkehr werden versucht aufrecht zu erhalten, hieß es. Im Nahverkehr könne es jedoch auch kurzfristig zu Ausfällen im Notfallfahrplan kommen. Streikschwerpunkte zeichneten sich nach Angaben der Deutschen Bahn im Osten Deutschlands ab.

Der Streik der GDL wird voraussichtlich bis Freitagfrüh um 2 Uhr andauern. Die Bahn rät Reisenden dazu, nicht notwendige Fahrten im Fernverkehr zu verschieben.

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((mit Material von dpa))