1. Bonn
  2. Stadt Bonn

Die Ruhe nach dem Abriss: Bauarbeiten an der Mensa Nassestraße in Bonn gehen bald weiter

Die Ruhe nach dem Abriss : Bauarbeiten an der Mensa Nassestraße in Bonn gehen bald weiter

Nach den Abrissarbeiten im vergangenen Jahr ist der Platz frei für den Neubau der Mensa Nassestraße in Bonn. Mit der Baugenehmigung in der Tasche soll es im Spätsommer oder Herbst mit den Tiefbauarbeiten weitergehen.

Nach den Abbrucharbeiten ruht die Baustelle der neuen Mensa an der Nassestraße in der Bonner Südstadt seit einigen Wochen. Die Stadt hat dem Studierendenwerk Bonn (StwB) im April die Baugenehmigung erteilt, sagte Sprecher Robert Anders am Dienstag. „Damit konnten wir unmittelbar in die öffentliche Ausschreibung für den Verbau und die Baugrube, also die Tiefbauarbeiten, gehen.“ Das Studierendenwerk sei zuversichtlich, bald ein Bauunternehmen beauftragen zu können. Die Arbeiten sollen dann im Spätsommer oder Herbst beginnen.

Bis sich die Lücke mit dem Neubau schließt, sind die benachbarten offenen Gebäude mit Planen vor Wind und Wetter geschützt. Mit der Fertigstellung des ganzen Projekts rechne man Anfang 2025, wenn alles nach Plan laufe, sagte Anders.

Vor über einem Jahr hatte der Abriss des alten Gebäudekomplexes zwischen Kaiserstraße, Lennéstraße und Nassestraße begonnen, der nach dem Krieg ab 1949 wiederaufgebaut worden war. Technisch aufwendiger war der Abbruch der unterirdischen Bunker, teilte das Studierendenwerk im März auf seiner Website mit. Über den Baulärm während des Abrisses im Juni 2021 hatten sich Anwohner beschwert (der GA berichtete).

Der Abriss habe sich unter anderem verzögert, weil ein Gebäude noch mal statisch untersucht werden musste, erklärte Anders. Die Abbrucharbeiten waren nicht wie geplant im Herbst 2021 abgeschlossen, sondern erst im Mai dieses Jahres. Es sei aber ohnehin klar gewesen, sagte der Sprecher, dass der Beschluss des Bebauungsplans durch den Bonner Stadtrat und damit auch die Baugenehmigung frühestens im März erfolgen würden.

Bonner Rat beschloss Bebauungsplan im März

Erst hatten sich die Bezirksvertretung Bonn sowie der Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen für das Projekt ausgesprochen. Am 17. März beschloss der Stadtrat dann den Bebauungsplan, der vier Gebäudeteile vorsieht.

 Ein vereinfachter Lageplan zeigt den neuen Gebäudekomplex an der Nassestraße, der aus vier Teilen bestehen soll.
Ein vereinfachter Lageplan zeigt den neuen Gebäudekomplex an der Nassestraße, der aus vier Teilen bestehen soll. Foto: Studierendenwerk Bonn

Nach den Entwürfen sollen die Bonner Studierenden in der neuen Mensa nicht nur essen, sondern sich dort auch zum Lernen oder Austausch treffen – zum Beispiel in der Lounge im Erdgeschoss. Außerdem sind ein Garten, eine Tiefgarage, ein Wohnheim mit 106 Plätzen und ein Bürogebäude geplant. Im ersten Stock soll es eine klassische Mensa mit preisgünstigen Gerichten geben, im Erdgeschoss einen „kulinarischen Marktplatz“ mit besonderen, aufwendigeren Angeboten, sagte der Sprecher des Studierendenwerkes.

Der Planungsprozess für die Sanierung der beiden denkmalgeschützten Altbauten links neben dem Mensa-Haupteingang an der Nassestraße laufe noch, sagte Anders. Die Gebäude sollen parallel saniert und mit dem Neubau verbunden werden, damit sie barrierefrei über einen Aufzug erreichbar sind. Sie sollen später den AStA beherbergen.

Aktuelle Infos und Details zum geplanten Neubau gibt es in einem Blog auf der Internetseite des Studierendenwerks Bonn.