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Baustellen Bonn: Stadt legt Liste der neuen Baustellen vor

Liste der neuen Baustellen : Endenicher Ei in Bonn wird erst Ende 2024 fertig sein

Das städtische Tiefbauamt legt den Masterplan mit Baustellen für den Stadtbezirk Bonn vor. Darunter sind alte Bekannte und neue Kanalbaustellen auf der Kaiser- und Stockenstraße.

Das Tiefbauamt der Bonner Stadtverwaltung hat seinen Masterplan mit den vorgesehenen Straßenbauprojekten für 2021 vorgelegt. Dazu gehören Baustellen, die im neuen Jahr begonnen, fortgesetzt oder beendet werden. Insgesamt umfasst die Liste für den Stadtbezirk Bonn 114 Projekte. Die gute Nachricht für Autofahrer: Dies sind deutlich weniger als in den Jahren zuvor. Zwei zentrale Baustellen werden den Bonnern aber in jedem Falle über das ganze Jahr hinweg erhalten bleiben.

So füllen das Endenicher Ei und die Viktoriabrücke den gesamten Jahreskalender: Am Ei wird bekanntlich das gesamte Brückenbauwerk mitsamt den Verbindungsrampen zur Autobahn erneuert. Von seinem ursprünglichen Ziel, das Endenicher Ei vor dem angepeilten Beginn des Tausendfüßler-Ausbaus zu erneuern, ist der Landesbetrieb Straßenbau bekanntlich abgerückt.

Statt für dieses Jahr ist die Fertigstellung laut Masterplan nun für Ende 2024 angepeilt. So lange ist auf der Magistrale zwischen Innenstadt und Duisdorf immer wieder mit Behinderungen zu rechnen. Die eigentlichen Hauptbauarbeiten sollen 2022 beginnen. Aber auch der Neubau des Tausendfüßlers hat sich bekanntlich nach hinten verschoben. Seine Betriebsgenehmigung läuft 2022 aus, ab 2023 soll nach jüngstem Sachstand dann der Neubau erfolgen.

Viktoriabrücke soll Ende dieses Jahres fertig werden

Licht am Horizont zeigt sich hingegen allmählich an der Viktoriabrücke. Dort geht das Tiefbauamt trotz verschiedener Verzögerungen weiterhin davon aus, dass die Brücke Ende dieses Jahres fertiggestellt werden kann. Start für Abriss und Neubau der Brücke war 2016. Die Kosten belaufen sich zurzeit auf rund 45 Millionen Euro. Aufgrund der Corona-Pandemie durfte Personal der Baufirma aus Osteuropa vorübergehend nicht einreisen. Zudem war die Logistik gestört, und es kam zu Materialengpässen.

Auf der Reuterstraße gehen die bereits seit einem Jahr laufenden Kanalbauarbeiten weiter. Foto: Benjamin Westhoff

Unter den wichtigsten Hauptstraßen im Stadtbezirk Bonn sind – wieder einmal – Bornheimer Straße, Kölnstraße und Reuterstraße von Baustellen betroffen: Auf der Bornheimer Straße setzt die Stadt im Abschnitt zwischen Heinrich-Böll-Ring und Am Propsthof ihre Kanalbauarbeiten fort, die bis in den Oktober dauern sollen. Kanalbau im größeren Stil ist auch auf der Kölnstraße geplant: Betroffen ist ab Ende April der Abschnitt in Auerberg, dauern sollen die Arbeiten dort bis März 2023.

Auf der Reuterstraße gehen die bereits seit einem Jahr laufenden Kanalbauarbeiten weiter. Noch ein gutes Jahr wird das Tiefbauamt im Bereich zwischen Oskar-Walzel-Straße und Bonner Talweg damit beschäftigt sein. Für Verkehrsentlastung im Norden der Stadt könnte die Erneuerung der Hohen Straße in Tannenbusch sorgen: Dort wird bis Ende August der Abschnitt zwischen Maximilian-Kolbe-Brücke und Umgehungsstraße in Richtung Bornheim (L183n) erneuert.

In der Weststadt bleibt es bei der Dauerbaustelle in der Richard-Wagner-Straße, in der die Stadt den Kanal erneuert. Zwei Jahre wird das Projekt bei planmäßigem Abschluss Ende des Jahres beansprucht haben. Anwohnern in der Nordstadt drohen ab Ende April auf der Paulstraße Behinderungen durch Leitungs- und Kanalbauarbeiten. Die Kommunalpolitik muss bei allen Überlegungen zur Verkehrsführung in der Innenstadt bedenken, dass auch die Stockenstraße zwischen Stockentor und Rathausgasse zwischen April und November zur Kanalbaustelle wird – ebenso wie in den Sommermonaten die Kaiserstraße zwischen Nassestraße und Kaiserplatz.

Mit dem sogenannten Masterplan koordiniert das Verkehrs- und Baustellenmanagement des Tiefbauamts alle planbaren Bauprojekte im Bonner Straßennetz, die länger als eine Woche dauern. Dort werden alle Arbeiten der Stadt, aber auch von privaten Bauherren und öffentlichen Versorgungsträgern wie den Stadtwerken zusammengetragen und monatlich aktualisiert. Zweck des Masterplans ist es unter anderem, Arbeiten an unterschiedlichen Leitungsnetzen zusammenzulegen, um ein mehrfaches Aufreißen der Straße zu vermeiden.