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Bonn: 30. Jahrestag des RAF-Attentats auf Staatssekretär Hans Neusel

Neusel überlebte leicht verletzt : 30. Jahrestag des RAF-Attentats auf Staatssekretär in Bonn

Am 27. Juli 1990 beging die RAF mit einer 25-Kilo-Bombe in Bonn ein Attentat auf den Staatsekretär Hans Neusel. Dieser entkam dank eines Zufalls mit leichten Verletzungen.

Um 7.30 Uhr am Morgen des 27. Juli 1990 erschüttert ein lauter Knall den Bonner Norden. Staatssekretär Hans Neusel ist am Steuer seines Dienstwagens auf der Köln-Bonner Autobahn zu seinem Büro im nahe gelegenen Innenministerium unterwegs, als kurz vor der Ausfahrt Auerberg am Straßenrand die Bombe explodiert. Sie zerreißt die gesamte Beifahrerseite, doch Neusel hat Glück. Er entkommt dem Sprengstoff-Anschlag mit leichten Verletzungen am Hals und an der Hand.

Das Attentat geht, wie  aus einem am Tatort gefundenen Bekennerschreiben  hervorgeht, auf das Konto der Rote Armee Fraktion. Angehörige des RAF-Kommandos  „Jose Manuel Sevillano“ hatten die 25-Kilo-Bombe hinter der Leitplanke platziert. Sie wurde, wie schon beim tödlichen Anschlag auf den Deutsche-Bank-Manager Alfred Herrhausen neun Monate zuvor per Lichtschranke gezündet.  Neusel überlebt das Attentat wohl nur deshalb, weil sein Fahrer Urlaub hatte  und er den ungepanzerten 7er-BMW selbst steuert. Der Beifahrersitz, auf dem Neusel normalerweise sitzt, wird komplett zerstört.