Mordkommission ermittelt Haftbefehl nach tödlichem Streit in Bonner Wohnheim

Update | Bonn · Ein 39-jähriger Mann ist am späten Samstagabend in einem Wohnheim an der Thomastraße in der Bonner Nordstadt tödlich verletzt worden. Tatverdächtig ist ein 34-Jähriger, gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen.

 Im Prälat-Schleich-Haus wurde bei einem Streit ein 39-Jähriger tödlich verletzt.

Im Prälat-Schleich-Haus wurde bei einem Streit ein 39-Jähriger tödlich verletzt.

Foto: Ulrich Felsmann

Ein 39-jähriger Mann ist am Samstagabend in einem Wohnheim in der Bonner Nordstadt bei einer körperlichen Auseinandersetzung tödlich verletzt worden. Das teilte die Polizei am Sonntag mit. Bei dem Wohnheim handelt es sich nach GA-Informationen um das Prälat-Schleich-Haus an der Thomastraße, eine Einrichtung der Caritas für Wohnungslose.

Tatverdächtig ist ein 34-Jähriger. Wie die Polizei am Montag mitteilte, hat ein Richter Haftbefehl gegen ihn wegen eines Tötungsdelikts erlassen. Er habe sich bisher nicht zu den Tatvorwürfen eingelassen, sagte ein Polizeisprecher.

Die Alarmierung erfolgte laut Polizei gegen 23 Uhr. Ein Zeuge hatte über den Notruf die Einsatzleitstelle über die körperliche Auseinandersetzung in den Räumen des Wohnheims informiert. Nach den ersten Angaben des Zeugen wurde bei dem Geschehen ein Mann schwer verletzt. Die kurze Zeit später vor Ort eintreffenden Rettungs- und Einsatzkräfte fanden in einem Zimmer des Wohnheims eine leblose Person vor. Nach erfolgter notärztlicher Versorgung wurde der Mann in eine Klinik eingeliefert, wo er seinen Verletzungen erlag.

Der 39-jährige Bewohner hatte nach GA-Informationen bei einem Streit schwere Schnittverletzungen erlitten, die von einem scharfen Gegenstand wie einer Bierflasche stammen könnten. Die Ermittler nahmen im Umfeld des Wohnheims einen Tatverdächtigen vorläufig fest. An der Kleidung des 34-jährigen Mannes wurden Blutspuren festgestellt. Er soll ersten Ermittlungen zufolge ebenfalls in dem Wohnheim leben.

Zu den genauen Umständen der Tat ermittelt nun eine Mordkommission der Bonner Polizei und die Staatsanwaltschaft Bonn. Für die weitergehenden Ermittlungen wird laut Polizei auch das Rechtsmedizinische Institut einbezogen.

(ga/oni)
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