Bonner Norden Anwohnerin kritisiert Rodungen in Vonovia-Wohnsiedlung

Nordstadt · Das Immobilienunternehmen Vonovia hat in einer Wohnsiedlung im Bonner Norden großflächig Sträucher und andere Gehölze entfernt. Aber es gibt Kritik, weil solche Pflanzen Tieren Unterschlupf bieten.

Die Vonovia hat einige Flächen in der Wohnsiedlung Nonnstraße Ecke Ellerstraße gerodet.

Die Vonovia hat einige Flächen in der Wohnsiedlung Nonnstraße Ecke Ellerstraße gerodet.

Foto: Christine Ludewig

Über eine „Gartenpflege der besonderen Art“ hat sich eine Anwohnerin eines Wohngebiets im Bonner Norden beschwert. Das Immobilienunternehmen Vonovia entferne in der Siedlung an der Nonnstraße Ecke Ellerstraße gerade großflächig Büsche und andere Gehölze. Dass diese Verstecke und Brutplätze für Igel, Vögel und andere Tierarten seien, sei „vollkommen egal“, kritisierte die Anwohnerin gegenüber dem GA, und fragte: „Sieht so die oft zitierte Zusammenarbeit mit dem Nabu aus?“

Laut Vonovia-Sprecherin Bettina Benner sollen „durch die Rodungsarbeiten Angsträume, Flächen für Schädlingsbauten und Mülltourismus minimiert“ werden. Besonders über Müllablagerungen durch Passanten hätten sich häufig Mieter beschwert. Die Vonovia plant aber nach eigenen Angaben neue Hecken im Gewerbebereich der Siedlung sowie Mietergärten und eine Wildblumenwiese mit Insektenhotel einzurichten. Letztere würden zusammen mit dem Naturschutzbund (Nabu) umgesetzt.

„Selbstverständlich wurde vor der Rodung eine ausführliche Lage- und Bestandsaufnahme getätigt, wodurch die Beseitigung von schützenswerten Pflanzen oder die Gefährdung des Tierwohls ausgeschlossen werden kann“, erklärt Benner. „Aufgrund der bevorstehenden Vogelschutzzeit mussten wir etliche Arbeiten vorziehen.“ Mit den „Beschwerdeführern“ habe man gesprochen. „Aber leider möchte man uns nicht wirklich hören.“

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