Abbiegen auch bei Rot Bonn bekommt zehn neue grüne Pfeile für Radfahrer

Bonn · Radfahrer in Bonn sind an zehn Kreuzungen bald schneller unterwegs. Denn dort werden an Ampeln grüne Pfeile installiert. Vorsichtiges Abbiegen ist auch bei Rot möglich. Die Stadt nennt die Standorte.

An der Ecke Kaiser-Karl-Ring und Dorotheenstraße hängt seit Anfang 2021 der erste Grünpfeil Bonns für Radverkehr.

An der Ecke Kaiser-Karl-Ring und Dorotheenstraße hängt seit Anfang 2021 der erste Grünpfeil Bonns für Radverkehr.

Foto: Bundesstadt Bonn/Sascha Engst

Anfang 2021 hat die Stadt den ersten Grünpfeil speziell für Radfahrer an der Kreuzung Kaiser-Karl-Ring und Dorotheenstraße enthüllt. Nun kommen im Oktober zehn weitere hinzu. Die Standorte hat ein Planungsbüro ermittelt, das dafür 316 Ampel-Knotenpunkte bewertet hat, so Marc Hoffmann, Vizesprecher der Stadt.

Die Standorte: Reuterstraße (West)/Bonner Talweg (Süd), Bonner Talweg (Nord)/Reuterstraße (West), Reuterstraße (Ost)/ Argelanderstraße (Nord), Argelanderstraße (Nord)/Reuterstraße (West), Argelanderstraße (Süd)/Reuterstraße (Ost), Schedestraße/Adenauerallee, Kaiser-Friedrich-Straße/Adenauerallee, Tempelstraße/ Adenauerallee, Adenauerallee/Weberstraße und Am Hofgarten/Adenauerallee.

Erst mal anhalten: An Kreuzungen mit Grünpfeil können Radfahrer nach einem Stopp (auf andere Verkehrsteilnehmer achten) auch bei roter Ampel abbiegen – bei schlechtem Wetter wohl „eine Entlastung“, sagt Oberbürgermeisterin Katja Dörner. Mit den Pfeilen soll Radfahren noch attraktiver werden.

Ausnahmen: Ein Grünpfeil – seit 1994 gibt es ihn für Autos, seit 2020 für Radler – darf nicht angebracht werden, wenn Schienen gequert werden müssen, entgegenkommender Verkehr freie Fahrt nach links hat oder es sich bei der Kreuzung um eine Unfallhäufungsstelle handelt. Rad-Pfeile sind nach NRW-Vorgaben nur möglich, wenn bei der Anfahrt zur Ampel ein Radweg oder Schutzstreifen vorhanden ist.

Wie viele weitere Pfeile bis 2023 noch kommen, steht noch nicht fest. Straßenverkehrsbehörde und Polizei schauen sich die vom Planungsbüro empfohlenen Stellen erst noch an, so die Stadt.

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