Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen Bonner Beratungsstellen wollen, dass Paragraf 218 abgeschafft wird

Bonn · Eine von der Ampelkoalition beauftrage Expertenkommission empfiehlt eine Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs in den ersten Wochen. Bonner Beratungsstellen fordern jedoch ein gänzliches Verschwinden des Paragrafen 218, der bisher den Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich unter Strafe stellt.

Claudia Küster, Einrichtungsleiterin der evangelischen Beratungsstelle für Schwangere, wünscht sich weniger Stigmatisierung der Frauen, die ein Schwangerschaftsabbruch planen.

Claudia Küster, Einrichtungsleiterin der evangelischen Beratungsstelle für Schwangere, wünscht sich weniger Stigmatisierung der Frauen, die ein Schwangerschaftsabbruch planen.

Foto: Meike Böschemeyer

Auf 600 Seiten hat die von der Ampelkoalition eingesetzte Expertenkommission ihre Ergebnisse unter anderem zu der Frage, ob und wie ein Schwangerschaftsabbruch außerhalb des Strafgesetzbuchs geregelt werden kann, festgehalten. Darunter auch die Empfehlung, die Abtreibung in der Frühphase der Schwangerschaft zu legalisieren. Bonner Beratungsstellen sind sich jedoch einig, dass „der §218 gänzlich gestrichen werden“ soll.