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Bonn - Bund der Steuerzahler kritisiert Klausurtagung der Stadtverwaltung​

Bund der Steuerzahler kritisiert Klausurtagung : „Dass Bürger empört sind, darf die Stadt Bonn in diesen Zeiten nicht verwundern“

Nun kritisiert auch der Bund der Steuerzahler NRW die Klausurtagung der Bonner Stadtverwaltung: 53.000 Euro kostete das Golfhotel mit Wellnessbereich für 65 Mitarbeiter.

Der Bund der Steuerzahler zeigt der Bonner Stadtverwaltung in der Oktober-Ausgabe seines Mitgliedermagazins „Die NRW-Nachrichten“ die Rote Karte. Hintergrund sind laut Andrea Defeld vom Bund der Steuerzahler NRW Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern, die nach der Klausurtagung in einem Vier-Sterne-Hotel in Rheinland-Pfalz eingegangen seien. Kostenpunkt: rund 53.000 Euro für Übernachtung, Verpflegung, Busreise, Material, Raumkosten- aber auch für externe Moderation und Organisation, wie der Steuerzahlerbund auflistet.

„Klausurtagung in einem Hotel mit 18-Loch-Golfbahn und einem 2500 Quadratmeter großen Wellnessbereich – das löst Kopfkino aus und klingt nicht nach klösterlicher Abgeschiedenheit. Dass Bürgerinnen und Bürger empört sind, darf die Stadt Bonn besonders in diesen Zeiten nicht verwundern“, so der Bund der Steuerzahler, stünden doch sowohl dem Bonner Haushalt als auch den Bürgern finanziell schwere Zeiten bevor.

„Die Frage muss erlaubt sein, ob nicht auch Tagungsräume in der Stadt oder in der Region als Arbeitsumgebung genauso gut gewesen wären. Externe Klausurtagungen in Politik und Verwaltung sind zwar üblich, doch sollte man in jedem Einzelfall prüfen, ob ein bescheidenerer Rahmen vor Ort nicht auch zu guten Ergebnissen führt“, so Defeld im Text unter dem Stichwort Steuergeldverschwendung.