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Bonn-Castell: Verein will Begnungsstätte für Nachbarschaft

Stadtteiltreffpunkt in Bonn : Castell soll Begegnungsstätte für Nachbarschaft erhalten

In Castell soll eine Begegnungsstätte für alle Bewohner aus der Nachbarschaft entstehen. Dafür sucht der neu gegründete Verein „Stadtteiltreff Bonn-Castell“ ein kleines Ladenlokal.

Die Nähe zum Rhein, ein großes Schwimmbad im Ort, eine hervorragende Anbindung ans Fernstraßennetz und eine Vielzahl unterschiedlicher Geschäfte gleich vor der Haustür: Der Bonner Ortsteil Castell ist eine gute Wohnadresse. Und dennoch fehlt hier etwas: „Einen zentral gelegenen Stadtteiltreff“ wünscht sich Hans-Peter Callsen, der seit vielen Jahren im Bonner Norden lebt. „Ein Bürgertreff, der einfach nur allen offensteht und in dem sich verschiedene Aktivitäten entwickeln können“, fügt er an.

Um dieses Projekt anzustoßen, wurde auf seine Initiative hin vor wenigen Wochen der gemeinnützige Verein „Stadtteiltreff Bonn-Castell“ gegründet. Callsen ist erster Vorsitzender, ihm zur Seite steht als Stellvertreter Chris Fitzgibbon. „Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, das soziale und kulturelle Leben unseres Viertels voranzutreiben. Dafür wollen wir einen Raum zur Verfügung stellen, alles andere soll sich selbst entwickeln“, sagt er.

Allerdings fehlt dem Verein noch eine passende Unterkunft. Callsen und Fitzgibbon schwebt ein kleines Ladenlokal in zentraler Lage vor. „Unser Treffpunkt sollte gut erreichbar sein“, wünscht sich der Vereinsvorsitzende. So sollen Menschen jeden Alters und aus unterschiedlichen Kreisen angesprochen werden. „Unsere Begegnungsstätte mit niederschwelligem Zugang wird ein Ort sein, wo Bewohner sich spontan treffen oder geplant begegnen können.“ Denn, so ergänzt er, Menschen würden solche Orte oder einladende Plätze in ihrem nahen Wohnumfeld brauchen, um sich zwanglos mit anderen zu treffen und zu plauschen.

„Das tägliche Gespräch ist ein existenzielles Bedürfnis eines jeden Menschen“, so Callsen. Das gelte ganz besonders für ältere Nachbarn. Die Einwohnerstruktur von Castell ist seiner Meinung nach einzigartig, um solch ein Projekt erfolgreich anzuschieben. Denn hier leben nicht nur Senioren aus dem Wohnstift am Rhein, sondern auch viele Studenten. Unterstützt wird die Initiative von Brigitta Poppe-Reiners. „Als Bezirksbürgermeisterin freue ich mich über den wachsenden Zusammenhalt und die Möglichkeit, für den Stadtteil kompetente Ansprechpersonen zu haben“, sagte sie. Gerade die Corona-Zeiten hätten gezeigt, wie wichtig es ist, aus der Anonymität des Nebeneinanderlebens herauszukommen und gute Nachbarschaft zu pflegen, erklärte sie. Die neue Initiative sei umso begrüßenswerter, da es in Castell schon seit einigen Jahren keinen Ortsausschuss als verbindendes Element gebe.

Überlegungen für ein erstes Projekt des jungen Vereins gibt es bereits. So plant der Vorstand, entlang des Rheinufers einen Kunstmarkt zu organisieren. „Der Rheinabschnitt in Castell mit seinem parkähnlichen Charakter wäre für diesen Zweck hervorragend geeignet. Er könnte auf dem Abschnitt zwischen Augustusring und Rosental stattfinden“, plant Callsen schon jetzt. Der Stadt würden dafür keine Kosten entstehen. Haftung, Reinigung sowie die Bereitstellung von Toiletten würde der Verein übernehmen.

Als Termin schwebt ihm der 20. September vor. „Wir gehen davon aus, dass die Corona-Pandemie dann keine Gefahr mehr bedeutet“, zeigt sich der Vorsitzende optimistisch. Vor rund 30 Jahren war er einer der Organisatoren des Bonner Kunsthandwerkermarktes auf dem Münsterplatz. Für Spätsommer plant der Verein zudem, mit der Bevölkerung die Gründung des neuen Vereins gebührend zu feiern. Vielleicht gibt es bis dahin bereits ein Immobilien-Angebot für den neuen Stadtteiltreff. „Ein kleines Ladenlokal wäre ideal“, so Callsen.

Angebote werden unter E-Mail nachbarschaft-bonn@lists.posteo.de gerne entgegengenommen.