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Bonn: Digital Hub eröffnet neue Coworking-Spaces am Hauptbahnhof

Coworking am Bonner Hauptbahnhof : Digital Hub eröffnet neue Büros

Der Coworking Space am Bonner Hauptbahnhof von Digital Hub ergänzt den Standort am Bonner Bogen. Bisher hat der Hub mehrere Hundert Jungunternehmen betreut.

Bunte Silhouetten urbaner Skylines zieren die Wände, geräumige Konferenzräume liegen neben winzigen Arbeitszellen, in denen sich junge Männer auf dicken Sesseln über einen Laptop beugen. Der neu eröffnete Coworking Space der Digital Hub Region Bonn AG nahe des Bonner Hauptbahnhofs hat sich optisch ganz der digitalen Start-up-Szene verschrieben. „Design und technische Ausstattung sind wirklich beeindruckend“, sagte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart bei der Einweihung.

Mit dem Programm „Digitale Wirtschaft NRW“ (DWNRW) fördert Pinkwarts Ministerium den Bonner Standort neben vier weiteren Hubs in NRW. Der Hub in Bonn will digitale Start-ups in der Region stärken und führt dazu angehende Gründer, Unternehmer, Wissenschaftler und Forscher zusammen. Seit diesem Mittwoch ist das nun offiziell auch an einem zweiten Standort möglich. Von der zentralen Lage im „Urban Soul“-Gebäude erhofft sich der Hub mehr Sichtbarkeit. Auf einer Fläche von 800 Quadratmetern sollen hier digitale Start-ups und externe Mieter nebeneinander arbeiten können – und sich im besten Fall vernetzen. „Die Räumlichkeiten sind gefragt, mehr als 20 Start-ups haben sich eingemietet“, sagte Vorstand Ivan Ryzkov. Ein festes Büro kostet 600 Euro im Monat, flexible Arbeitsplätze mindestens 150 Euro.

Bisher hat der Hub mehrere Hundert Jungunternehmen betreut – sei es mit Coachings, Netzwerkhilfe oder Räumlichkeiten. In neun Fällen ist der Hub selbst als Investor aufgetreten, etwa beim Start-up Trackle, das ein Fruchtbarkeitsthermometer für Frauen entwickelt hat. „In Bonn entstehen immer mehr Start-ups“, sagte Sophia Tran, Prokuristin des Bonner Hubs. Ihr Team hat bereits weitere Pläne: einen dritten Standort in Sankt Augustin.

Bei der Umsetzung seiner Pläne wird der Bonner Hub auch künftig von Fördergeld profitieren, verkündete Wirtschaftsminister Pinkwart auf der Eröffnungsfeier. Nach Ablauf der aktuellen Förderphase bis Ende 2022 erhält der Hub noch einmal für drei Jahre 750 000 Euro jährlich. Lange wird er die Förderung nicht mehr brauchen, schreibt der Hub doch seit 2020 erstmals schwarze Zahlen, sagte Hubertus Hille, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg und Aufsichtsratsvorsitzender des Digital Hubs. Als Aktiengesellschaft strukturiert, steht das Netzwerk seitdem durch Einlagen von Aktionären wie Deutsche Telekom und Deutsche Post auf eigenen Füßen. Fester Partner im neuen Coworking Space ist die Universität Bonn mit ihrem Transfer Center enaCom, das sich für Unternehmensgründungen aus der Wissenschaft einsetzt.