Interview mit ehemaligen Bonner Richter zur Cannabis-Freigabe „Drogenabhängige brauchen Beratung, keinen Richter“

Bonn · Der Gesetzesentwurf der Ampel-Regierung zur Cannabis-Legalisierung hat hohe Wellen geschlagen. Für die einen bedeutet das Gesetz Freiheit und für die anderen der Verlust von Kontrolle. Wie der ehemalige Amtsrichter Michael Klein aus Bonn auf das Vorhaben blickt, hat er dem GA erzählt.

 Der ehemlige Richter Michael Klein hat selbst nur einmal versucht, Cannabis zu rauchen, plädiert aber für dessen Freigabe.

Der ehemlige Richter Michael Klein hat selbst nur einmal versucht, Cannabis zu rauchen, plädiert aber für dessen Freigabe.

Foto: Meike Böschemeyer

Der Bonner Michael Klein hat 38 Jahre lang als Richter gearbeitet. Neun davon leitete er als solcher eine auch für Drogenstrafsachen zuständige Wirtschaftsstrafabteilung am Kölner Amtsgericht. Der heute 75-Jährige hat in seinem Berufsleben viele Drogenabhängige vor Gericht gesehen und eine klare Meinung: „Die gehören nicht vor einen Richter.“ Was er von der Cannabis-Freigabe hält, erzählte er GA-Volontärin Selina Stiegler.