Einbruch ins Museum Koenig in 2013 Wie das Bonner Breitmaulnashorn zu einem Kriminalfall wurde

Bonn · Nashornhorn ist auf dem Schwarzmarkt so teuer wie Gold. Deshalb machen Wilderer selbst vor Museen nicht halt. Doch die wissen sich zu schützen – wie ein Fall aus Bonn zeigt.

Dem Breitmaulnashorn im Museum Koenig wurden bei einem Einbruch die Hörner gestohlen.

Dem Breitmaulnashorn im Museum Koenig wurden bei einem Einbruch die Hörner gestohlen.

Foto: Bettina Köhl

Es ist zehn Jahre her, dass Einbrecher nachts ins Museum Koenig eindrangen. Sie hatten es auf Beute abgesehen, die auf dem Schwarzmarkt wertvoll ist wie Gold: die Hörner des nördlichen Breitmaulnashorns. Bis heute hat das Tier, das in der Savannenlandschaft im Lichthof steht, zwei weiße Stümpfe, wo vorher die imposanten Hörner waren. Es ist ein Mahnmal gegen Wilderei, die seine Artgenossen in freier Wildbahn ausgerottet hat. Was die Diebe nicht wussten: Sie haben Attrappen gestohlen, mit denen sich Museen gegen diese besondere Form der Wilderei schützen. Der Fall wurde nicht aufgeklärt, aber die echten Hörner sind an einem sicheren Ort.