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Bonn: Eisbahn am Hofgarten soll am 19. November öffnen

Eislaufen im Bonner Stadtgarten : „Bonn on Ice“ soll am 19. November eröffnen

Der Ausfall einer alten Pumpe bringt den Zeitplan der „Bonn On Ice“-Eisbahn im Stadtgarten durcheinander. Der Betreiber Otmar Kaiser hofft, dass er den auf Freitag verschobenen Eröffnungstermin halten kann.

Otmar Kaiser, der Betreiber der „Bonn on Ice“-Eisbahn im Stadtgarten, und sein Mitarbeiter Zslatan Muratagic schauen stirnrunzelnd durch die offene Wartungsklappe auf das grüne Gehäuse einer Pumpe vor ihnen. Es ist eine von zwei Pumpen, die die rund 3500 Liter Kühlflüssigkeit aus Glycol und Wasser durch Schläuche in die Kühlmatten pumpen sollen, die den Boden der Eislaufhalle zu bedecken. „Sie können sich das wie eine umgekehrte Fußbodenheizung vorstellen“, erklärt Kaiser.

Läuft der Kreislauf, können die Mitarbeiter beginnen die Kühlmatten aus Wasserschläuchen zu besprühen, bis sich eine sieben Zentimeter dicke Eisschicht gebildet hat. Vor der Wartungsklappe hört man den Verkehr auf der Adenauerallee vorbeiziehen und das Tröpfeln der Regentropfen von den umstehenden Bäumen. Nur leider, und das ist für die Leute von „Bonn on Ice“ sehr bitter, kein Summen oder Brummen von der Pumpe.

Dabei sind die Vorbereitungen in diesem Jahr besonders zügig vorangegangen. „So weit waren wir noch nie eine Woche vor der geplanten Eröffnung“, so Kaiser. „Ich habe mich schon gefragt, was jetzt noch passieren kann bei diesem ,Überraschungsei’ Eisbahn.“ Ob er damit das Schicksal herausgefordert hat? Jedenfalls hat es ihm, fast sprichwörtlich, ordentlich Sand ins Getriebe gestreut.

Eine Pumpe lässt sich nicht einschalten und die andere hat alleine nicht genug Leistung, um den Kreislauf der Kühlflüssigkeit aufrechtzuhalten. „Wir kriegen damit zwar die Flüssigkeit in die Matten, sie kommt dann nicht mehr am anderen Ende heraus, um wieder heruntergekühlt zu werden.“ Ein herbeieilender Techniker kann auch keine Abhilfe schaffen. Schnellste Lösung: Eine andere Pumpe muss her. Aber die ist nur in den Niederlanden zu bekommen. Vor Montag ist mit ihr nicht zu rechnen.

Das ist das Worst-Case-Szenario für Kaiser. „Seit ich die Eisbahn hier mache, habe ich die Eröffnung noch nie verschieben müssen.“ Nun bleibt ihm aber nichts anderes übrig. „Wenn wir erst Montagabend anfangen können, wird das viel zu knapp. Ursprünglich wollten wir am kommenden Donnerstag aufmachen. Jetzt hoffen wir, dass wir es bis Freitag schaffen.“

Auch so rechnen er und sein Team damit, Nachtschichten einlegen zu müssen, um bis dahin die nötige Eisdecke aufgebaut zu haben. Dann taucht ein neues Problem auf: Die ausgefallene Pumpe lässt sich nicht aus dem Gehäuse heben. Sie ist zu schwer und hat sich über die Jahre festgefressen. Ob es unter den Voraussetzungen reicht, die Eröffnung um einen Tag zu verschieben, ist ungewiss.

Aber für den Freitag hat er schon die ersten Reservierungen für das Eisstockschießen. „Wir arbeiten parallel gerade daran, unser digitales Buchungssystem auszubauen“, so Kaiser. Schlittschuhkurse und Termine für das Eisstockschießen sind bereits online buchbar. Zurzeit wird daran gearbeitet, auch generell Online-Tickets anzubieten. „In Absprache mit der Stadt gilt bei uns bisher die 3G-Regel. Daher hätten wir gerne eine Lösung, bei der man beim Online-Ticketkauf seine Impfbescheinigung gleich mit hochladen kann“, berichtet Kaiser. Jedoch sei noch unklar, ob sich dies rechtzeitig technisch umsetzen lässt.

Adresse: Stadtgarten, Anfahrt mit den Linien 16, 63 und 66 bis zur Haltestelle "Universität/Markt"

Öffnungszeiten: Sonntag bis Donnerstag von 10 bis 21 Uhr, Freitag und Samstag von 10 bis 22 Uhr, Heiligabend von 10 bis 16 Uhr, 1. und 2. Weihnachtstag von 12 bis 21 Uhr, Silvester 10 bis 18 Uhr, Neujahr von 12 bis 21 Uhr

Eintrittspreise: 6 Euro/Erwachsene und 4 Euro/Kinder von drei bis 11 Jahre (2 Stunden), Kinder bis 3 Jahre kostenlos, Schlittschuh-Verleih: 6 Euro pro Paar, Kursgebühr für Eislaufkurse 6,50 Euro zuzüglich Eintritt.

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