Verkehr in Bonn Endenicher Ei bleibt stadteinwärts vorerst für Radfahrer gesperrt

Bonn · Das Endenicher Ei bleibt stadteinwärts vorerst für Radfahrer gesperrt. Das hat das Verwaltungsgericht Köln entschieden und damit den Antrag eines Verkehrsteilnehmers abgelehnt.

 Das Endenicher Ei in Bonn.

Das Endenicher Ei in Bonn.

Foto: Benjamin Westhoff

Das Endenicher Ei bleibt stadteinwärts vorerst für Radfahrer gesperrt. Das Verwaltungsgericht Köln hat am Donnerstag den Antrag eines Verkehrsteilnehmers abgelehnt, der eine aufschiebende Wirkung einer Klage gegen die Sperrung der Endenicher Straße in diesem Teilstück gefordert hatte. Damit müssen Radfahrer vorerst weiterhin die eingerichtete Umleitung nutzen. Über die Klage selbst wird das Gericht zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.

„Die für die Sperrung der Behelfsbrücke für den Radverkehr erforderliche qualifizierte Gefahrenlage ergibt sich zum einen aus der in Spitzenzeiten hohen Verkehrsbelastung vor Ort sowie der Tatsache, dass durch die Führung des Radverkehrs unmittelbar entlang der Baustelleneinführung erhebliche Gefahren durch Spurwechsel- und Abbiegevorgänge von Schwerlastverkehr entstehen würden“, erklärte die 18. Kammer des Verwaltungsgerichts Köln zum Beschluss. Weiterhin habe die Stadt Bonn bei Vornahme der Verkehrsanordnung das Gebot der Verhältnismäßigkeit gewahrt. So bestehen laut Gericht keine gleichermaßen „zur Gefahrenabwehr geeigneten und weniger eingriffsintensiven Mittel“, als das Endenicher Ei für den Radverkehr zu sperren und den Radverkehr umzuleiten. Gegen den Beschluss könne der Antragsteller Beschwerde einlegen, über die das Oberverwaltungsgericht Münster entscheiden würde.

Zum Hintergrund: Nach jahrelangen Vorbereitungen und mehrfachen Verschiebungen haben im November 2023 die Bauarbeiten für Abriss und Neubau des Endenicher Eis begonnen. Die Autobahn GmbH kalkuliert mit einer Bauzeit von knapp vier Jahren, in denen Auto- und Radfahrer sowie Fußgänger beeinträchtigt sind und Umwege in Kauf nehmen müssen. Wie berichtet, bleiben die südöstlichen Rampen voraussichtlich bis Ende dieses Jahres gesperrt – die eine führt vom Verteiler auf direktem Weg zur Reuterstraße, die andere dient für den Autoverkehr von der Reuterstraße als Abfahrt über das Ei zur Endenicher Straße beziehungsweise in der anderen Richtung zum Hermann-Wandersleb-Ring nach Endenich und Duisdorf. Die Autobahn GmbH hat zugleich den an dieser Brückenseite verlaufenden Rad- und Fußweg gesperrt.

(ga)
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