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Bonn: Falsche Polizisten riefen richtige Polizistin an - Telefonbetrug

Telefonbetrug fliegt auf : Falsche Polizisten riefen in Bonn richtige Polizistin an

Falsche Polizisten wollten am Mittwoch in Bonn mit einer bedrohlichen Lügengeschichte an Bargeld und Schmuck einer Bonnerin gelangen. Doch wegen einer „falschen“ Telefonnummer tappten sie in die Falle.

Es gibt Polizeigeschichten, die trotz ernster Lage ein Schmunzeln erzeugen. So in dem folgenden Fall eines versuchten Trick-Betruges in Bonn. Denn die in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder erfolgreiche Betrugsmasche der falschen Polizisten ging am Mittwoch ordentlich daneben.

Was war geschehen? Nach Angaben der Polizei rief gegen 11.30 Uhr eine Trick-Betrügerin auf einem privaten Bonner Anschluss an und gab sich als Polizistin mit Namen Schwarz aus Die falsche Polizistin erzählte der Frau am anderen Ende der Leitung eine Lügengeschichte: Demnach sei es in der Nachbarschaft zu Einbrüchen gekommen. Die Anruferin fragte daher nach, ob Schmuck und Bargeld in der Wohnung seien. Ein übliches Vorgehen bei solchen Betrugsmaschen. Was die Betrügerin jedoch nicht ahnte - ihr vermeintliches Opfer war eine echte Polizistin.

Die Angerufene schaltete bei den verdächtigen Nachfragen sofort und alarmierte danach ihre Wache. Die reagierten auch gleich: Die Einsatzkräfte brachten sich umgehend rund um die Wohnung ihrer Kollegin in Stellung und warteten den nächsten Anruf der Betrüger ab. Der erfolgte dann kurze Zeit später.

Darin forderten sie - immer noch nichts ahnend, wen sie da in der Leitung hatten - von der richtigen Polizistin, nun 30.000 Euro vom Bankkonto abzuheben, da auch die Bank in die kriminellen Machenschaften verwickelt sei. Das Geld wollten sie dann gegen 17 Uhr abholen, um es vor den Einbrechern zu sichern.

Gegen 17 Uhr beobachteten die zivilen Ermittler dann vor Ort zwei verdächtige Männer in der Nähe der Wohnung ihrer Kollegin und nahmen die beiden polizeibekannten Tatverdächtigen kurze Zeit später vorläufig fest. Statt Bargeld und Schmuck könnte es für sie nun Gefängnis heißen. Polizei und Staatsanwaltschaft prüfen die Beantragung eines Haftbefehls. Das hatten sich die Betrüger wohl anders vorgestellt.