Anklage gegen 43-Jährigen Flüchtling soll in Bonner Unterkunft mit Anschlag gedroht haben

Bonn · Ein 43-Jähriger soll in einer Unterkunft für Geflüchtete in Bonn mit einem Terroranschlag gedroht haben. Eine Mitbewohnerin ging daraufhin zur Polizei. Nun wurde der Mann angeklagt. Vorgeworfen wird ihm noch deutlich mehr – vieles davon spielte sich im Internet ab.

 Geflüchtete stehen vor einer Unterkunft. In Bonn soll ein Geflüchteter mit einem Terroranschlag gedroht haben. (Symbolfoto)

Geflüchtete stehen vor einer Unterkunft. In Bonn soll ein Geflüchteter mit einem Terroranschlag gedroht haben. (Symbolfoto)

Foto: dpa/Henning Kaiser

„Wir werden einen Terroranschlag ausüben!“ Derart unmissverständlich soll sich ein 43-jähriger Geflüchtete am Abend des 17. Dezembers vergangenen Jahres gegenüber einer Mitbewohnerin in einer Flüchtlingsunterkunft in Bonn geäußert haben. Die Deutschen sollten auch erfahren, wie es sei, wenn eigene Staatsbürger getötet würden, soll der in der syrischen Hauptstadt Damaskus geborene Mann der Bekannten erzählt haben. Während er diese Äußerungen machte, soll der Syrer emotional so angespannt gewesen sein, dass die Frau, die den Mann wohl nicht näher kannte, davon ausging, dass er es ernst meinen könnte, und zur Polizei ging. Voraussichtlich Anfang Juni muss sich der Angeklagte nun vor dem Bonner Amtsgericht wegen diverser Straftatbestände verantworten. Er soll in der Zeit, die der Drohung vorausging, auch mehrere antisemitische Posts in einem sozialen Netzwerk verfasst haben.