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Bonn: Frühlingswetter sorgt für Staus und Besucherandrang

Ordnungsdienst verzeichnet zahlreiche Einsätze : Frühlingswetter sorgte in Bonn für Staus und Besucherandrang

Für einen Spaziergang oder eine Runde Sport nutzten viele Menschen in Bonn das frühlingshafte Wetter. Besonders voll war es am Nachmittag in der Rheinaue. Dort kam es zu Staus und einem hohen Besucheraufkommen.

Sonnenschein und Temperaturen bis zu 19 Grad lockten am Wochenende in Bonn und der Region viele Menschen nach draußen an die frühlingshafte Luft. Am Sonntag machten sich viele Besucher auf den Weg ans Bonner Rheinufer. An der Rheinaue gab es ab nachmittags Staus und ein großes Besucheraufkommen. Immer wieder war zu beobachten, dass Menschen  vorgeschriebene Abstände nicht einhielten. Hier und da waren zudem größere Menschengruppen zu sehen. Masken trug an der frischen Luft kaum jemand. Lange Schlangen bildeten sich vor den Verkaufswagen der Eisverkäufer.

„Man kann sagen, dass das Wochenende vom Einsatzaufkommen her einem Sommer-Wochenende gleicht“, sagte Stadtsprecher Marc Hoffmann auf Nachfrage. Der Stadtordnungsdienst habe alleine am Samstag mehr als 100 Einsätze verzeichnet. Auch am Sonntag sei das Einsatzaufkommen sehr hoch. „Die Menschen hat es bei dem sehr schönen Wetter ins Freie gezogen, unter anderem in der Rheinaue und an den Rheinufern war sehr viel los“, so Hoffmann. Es wurden verschiedene Verstöße gegen die geltenden Corona-Regeln geahndet, zum Beispiel wegen Personenansammlungen. Im Umfeld des Rheinauenparkplatzes wurden rund 40 Knöllchen geschrieben. Die Stadt kündigte an, auch in den kommenden Tagen an beliebten Ausflugszielen und Treffpunkten im Stadtgebiet zu kontrollieren.

Doch auch andernorts war viel los. Viele Menschen seien auf den gesperrten Sportplätzen gewesen, die ab diesem Montag wieder für ein bis zwei Personen oder Personen eines Hausstandes nutzbar sein werden, erklärte Hoffmann weiter. „Auf dem Sportplatz Hohe Straße befanden sich bei einer Kontrolle 80 Personen, viel zu dicht und ohne Masken.“ Die Ansammlungen sei aufgelöst worden, vier „Uneinsichtige“ erhielten Anzeigen, so Hoffmann.

Großes Besucheraufkommen war am Wochenende neben der Rheinaue auch auf beiden Seiten des Rheinufers zu beobachten. Auf der Beueler Uferpromenade drängten sich die Menschen zum Teil aneinander vorbei. Die meisten Passanten waren dennoch sichtbar bemüht, Abstände einzuhalten und sich an Corona-Regeln zu halten. Auf dem Kinderspielplatz in der Waldau saßen die Familien teils dicht gedrängt.

Mächtig voll wurde es wegen des hohen Ausflugsverkehrs am frühen Sonntagnachmittag auch auf dem Rodderberg. Parkplätze auf dem Wanderparkplatz oberhalb des Broichhofes wurden rasch zur Mangelware, was Autofahrer dazu veranlasste, an der Zufahrtsstraße wie auch auf Grünflächen in dem Naturschutzgebiet zu parken. Da die einzige Zufahrtsstraße durch geparkte Autos wie auch Fußgänger stark verengt war, kam es auch immer wieder zu teils brenzligen Verkehrssituationen mit Autofahrern, die auf den Rodderberg fahren beziehungsweise die Heimfahrt antreten wollten. Masken trugen nur die wenigsten Ausflügler.

Gröbere Verstöße verzeichnete die Polizei nicht. „Es ist alles im Bereich des Durchschnitts und es wird sich im Großen und Ganzen an die Regeln gehalten“, sagte ein Sprecher der Polizei Bonn am Sonntag. Lediglich vereinzelt gebe es Anrufe, dass sich einzelne Personen nicht an die Corona-Schutzregeln halten würden. Besonders am Rheinufer hätten viele Menschen das frühlingshafte Wetter für einen Spaziergang oder Sport genutzt. Ähnlich sah die Situation in Köln aus, wie ein Polizeisprecher sagte: Zwar sei deutlich mehr los als bei schlechtem Wetter, allerdings „nicht so, dass es besorgniserregend wäre“.

Dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge sollen die Temperaturen in den kommenden Tagen so frühlingshaft bleiben: „Auch die nächsten Tage wird es sonnig“, sagte eine DWD-Meteorologin am Sonntag.

Die Höchsttemperaturen schwanken dann voraussichtlich zwischen 17 und 20 Grad, besonders im Ruhrgebiet und im Rheinland könnte die 20-Grad-Marke geknackt werden. Dazu bleibt es dem DWD zufolge trocken. Zwischendurch könnten immer wieder Schleierwolken über NRW ziehen. Morgens sei zudem mit Nebel zu rechnen, sagte die DWD-Meteorologin.
(Mit Material der dpa)