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Bonn-Holzlar: Gewinner des Schreibwettbewerbs AbraPalabra aus Grundschule

Kinder schreiben sich Corona von der Seele : Gewinner des Schreibwettbewerbs AbraPalabra kommt aus Holzlar

Die Siegerehrung war wegen Corona online: Die Gewinner des 17. „AbraPalabra“-Schreibwettbewerbs des Frauenmuseums zum Thema „Zu Hause“ kommen aus der Katholischen Grundschule in Holzlar.

Durch das Coronavirus sitzen die Menschen rund um den Erdball im selben Boot. Sehr gut führt das der Schreibwettbewerb „AbraPalabra“ des Frauenmuseums vor Augen, der auch im Pandemie-Jahr durchgeführt wurde. Es ändert sich ja nur wenig: Kinder aus Bonner Grundschulen und deutschsprachigen Schulen weltweit setzen sich im Rahmen des Käpt’n Book Lesefestivals hin und verfassen Geschichten. Nur die Preisverleihung war dieses Mal anders als sonst: Sie fand nicht wie gewohnt im Jungen Theater in Beuel statt, sondern digital vor dem Computer.

Zwischenzeitlich wohnten der Verleihung am Samstag ab 15 Uhr via Zoom-Konferenz mehr als 200 Personen bei: Kinder aus 28 Klassen in 11 Bonner Schulen und aus 30 Klassen in 21 internationalen Einrichtungen. Zugeschaltet waren Menschen aus Argentinien, Abu Dhabi und London, aber auch aus China und Malaysia, bei denen es zu der Zeit schon später Abend war. Afrika, Asien, Europa und Südamerika, alle auf einem Bildschirm: Das Internet macht die Welt klein.

Als Thema wurde dieses Mal coronaconform „Zu Hause“ gewählt. Das Virus war oft Thema, die Kinder drückten damit ihre Sorge um Verwandte aus. So zum Beispiel Mónika und Rosina aus der deutschsprachigen Schule in Budapest mit ihrer Geschichte „Toms Traum“, in der besagter Tom darunter leidet, dass sein Vater wegen der Grenzschließungen nicht nach Hause kommen kann. Oder in „Michaels Kampf gegen den ultrafiesen Corona-Virus“ von Stina aus der Klasse 4c der Bonner Bernhardschule. Und Carl aus der 4a der Clemens-August-Schule in Poppelsdorf beschreibt in seiner Geschichte „Endlich wieder Schule“ sehr anschaulich, warum das Virus so gefährlich ist.

Lustige und kreative Erzählungen

Andere Kinder erzählen von Fantasiewelten, etwa in „die Notenwelt“, von Karla, Viertklässlerin an der Deutschen Schule in Sofia, oder zeigen ihr Zuhause aus der Sicht von Haustieren, wie in „Die Welt im Keller“ von Clara und Charlotte, Klasse 4a der Waldschule auf dem Venusberg. Der Monolog „Zu Hause“ von Adelina, Klasse 4a der Schule in Sofia, ist ein Appell, das eigene Zuhause wert zu schätzen.

Alle diese Geschichten gewannen in ihren jeweiligen Kategorien, auch „Die Hühner Momo, Melat und Afro“ von Tamru aus der Klasse 4b der deutschen Botschaftsschule in Äthiopien. Die Gesamtsieger des Wettbewerbs heißen Fenja und Thea, besuchen die Klasse 4b der Katholischen Grundschule Holzlar, und haben über „10 verrückte Leute unter einem Dach“ geschrieben: Frau Glücklich, Herr Pingelig, Frau Coolycool, Herr Muckiman und die anderen sollen einem neu zugezogenen syrischen Mädchen in den ersten zehn Tagen die Eingewöhnung erleichtern und meistern das auf ihre Weise. Eine lustige und kreative Erzählung, fand die Jury, die man sich auch gut als Bilderbuch vorstellen könne. Neben der Wandertrophäe „Himmelblaues Schreibäffchen“ gewann die Klasse einen Theaterbesuch ihrer Wahl.

Alle Bonner Gewinnerklassen erhalten einen Preis, alle Teilnehmer, auch die im Ausland, eine Urkunde. Die 58 Geschichten werden im neuen AbraPalabra-Buch mit dem Titel „Zu Hause“ zusammengestellt. Es ist ab dem 8. März im Kleinen Laden e. V. (Innenstadt), in der Buchhandlung Koeplin (Endenich) und im Frauenmuseum nach Vorbestellung erhältlich.

Weitere Infos im Internet unter www.kinderatelier-im-frauenmuseum.de