Pläne für das „Forum des Wissens“ Keine Tiefgarage unter dem Bonner Viktoriakarree

Bonn · Die Stadt soll das Bebauungsverfahren für das Viktoriakarree weiterführen, ohne den geplanten Wegfall des Parkplatzes zu kompensieren. Die Koalition beauftragt die Verwaltung, Alternativen für die Verlegung der Marktgaragenzu- und ausfahrt zu finden.

 Das Viktoriakarree wird ohne Berücksichtigung einer Tiefgarage weitergeführt.

Das Viktoriakarree wird ohne Berücksichtigung einer Tiefgarage weitergeführt.

Foto: Benjamin Westhoff

Das Bebauungsplanverfahren für das Viktoriakarree in der Innenstadt wird ohne Berücksichtigung eines Tiefgaragenbaus weitergeführt. Der Planungsausschuss hat am Mittwochabend die Ausführungen der Verwaltung zu diesem Punkt zur Kenntnis genommen. Wie berichtet, hatte die Stadt ausgeführt, dass die Pläne im Karree mit einem „Forum des Wissens“ für die Bonner Universität und eigenen städtischen Vorhaben wegen Platzmangels nur schwer vereinbar wären mit unterirdischen Stellplätzen. Mit höchstens 20 Parkplätzen sei eine Garage an der Stelle kaum wirtschaftlich zu betreiben.

Zudem stimmte der Fachausschuss mehrheitlich gegen die Stimmen von CDU und FDP einem etwas abgeänderten Verwaltungsvorschlag zu, nach dem die Verwaltung „mit höchster Priorität“ alternative Vorschläge zur Verlegung der Tiefgaragenzu- und abfahrt der nahegelegenen Marktgarage erarbeiten soll. Eine Verlegung auf die andere Seite des Stockentors würde Autofahrern die Umfahrung in weitem Bogen am Hofgarten entlang ersparen und den Durchgangsverkehr vor dem Unihauptgebäude reduzieren. Eine solche Variante wird schon seit vielen Jahren diskutiert.

Die CDU-Fraktion konnte sich mit ihrem Änderungsantrag nicht durchsetzen, im Zuge des Bebauungsplanverfahrens auch eine Tiefgarage zu berücksichtigen. Deren planungspolitischer Sprecher Bert Moll begründete den Vorschlag damit, dass durch die künftige Nutzung aus Sicht seiner Fraktion der Bedarf an Auto und Radparkplätzen erheblich sein werde. Der öffentliche Parkplatz in der Mitte des Karrees mit etwa 50 Stellplätzen werde aber entfallen, weil der städtische Teil der Planung eine Bebauung dieses Teils vorsehe. Die Verwaltung ist der Auffassung, dass diese wegfallenden Parkplätze durch Kapazitäten in Markt- und Unigarage aufgefangen werden können.

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