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Bonn: Kletterparadies in der Rheinaue hat eröffnet

Neuer Spielplatz in Bonn : Kletterparadies in der Rheinaue ist endlich eröffnet

Der Bauzaun ist weg. Endlich wurde das große Kletterparadies in der Rheinaue am Montag etwas verspätet eröffnet. Die Kinder können lostoben. Aber ein Problem müsse im Frühjahr noch behoben werden, teilte die Stadt mit.

Der Bauzaun ist weg, Bahn frei für die kleinen Bonnerinnen und Bonner: Am Montag wurde das bunte Kletterparadies in der  Rheinaue eröffnet. Das mittlere Holzdeck müsse allerdings noch mit einer Holzverkleidung ausgebessert werden, sagte Andrea Schulte vom Presseamt am Dienstag: „Dabei handelt es sich um reine Vorsorge, um zu verhindern, dass der als Fallschutz dienende Sand beim Spielen unter das Deck verschoben wird.“ Der Spielplatz werde deshalb Anfang März nochmal für einen Tag gesperrt sein – vorausgesetzt, es friert nicht.

Eigentlich sollte der Spielplatz bereits Ende Januar eröffnet werden. Bei der Endabnahme der Kletterlandschaft kurz vor Weihnachten war dem Prüfer aber aufgefallen, dass sich Kinder unter dem Holzdeck verkriechen könnten. Die Stadt Bonn habe die Holzdecks daraufhin noch einmal sorgfältig überprüft, sagte Schulte: „Beide Holzdecks entsprechen vollständig den Sicherheitsanforderungen.“

Schulte betonte, dass die Kletterlandschaft deshalb jetzt schon sicher sei: „Deswegen hat sich die Stadt dazu entschieden, die Eröffnung des beliebten Spielplatzes nicht weiter zu verschieben, um Kindern und Familien während des Lockdowns so eine weitere Möglichkeit für ihre Freizeitgestaltung zu geben.“ Die Stadt erinnert daran, dass Kinder ab dem Schulalter und Erwachsene auf Spielplätzen Maske tragen müssen. Bei Verstößen drohe ein Bußgeld.

Wer prüft einen neuen Spielplatz vor der Eröffnung?

Im Falle des Rheinauen-Spielplatzes gab nach Angaben der Stadt ein qualifizierter externer Spielplatzprüfer die Freigabe. Die Prüfer müssten mindestens eine dreijährige Berufserfahrung und eine bestandene Prüfung nachweisen sowie regelmäßig Auffrischungskurse besuchen.

„Spielplätze und Spielgeräte werden nach DIN 1176, einem circa 800-seitigen Regelwerk, auf Sicherheit geprüft“, sagte Schulte. Bei einer sicherheitstechnischen Abnahme würden unter anderem der Frei- und Fallraum, die Beschaffenheit der Aufprallfläche, die Standsicherheit der Geräte, die Funktionsfähigkeit und gefährliche Stellen für Finger, Fuß und Kopf geprüft.

„Kunterbuntes Auf und Ab“ heißt der große Spielplatz, den die Stadt für mehr als 250 000 Euro in der Rheinaue gebaut hat. Im September begannen die Bauarbeiten. 2018 waren Kinder befragt worden, was sie sich für den neuen Spielplatz wünschen würden. Die Mehrheit der kleinen Bonnerinnen und Bonner wollte klettern und rutschen. Also entstanden drei Rutschen und ein Kletterparcours mit Hangelstrecken, Stegen und Podesten. Eine Rutsche ist mit einem Gefälle von 58 Grad besonders steil.

Außerdem wurde der Spielplatz inklusiv geplant. Deshalb gibt es ein großes Holzdeck, das Kinder im Rollstuhl über einen Holzsteg erreichen können. Der neue Spielplatz ersetzt den Abenteuerspielplatz von 1979, dem Jahr der Bundesgartenschau in Bonn. Ein Spielgerät des Vorgängers landete aber nicht auf dem Sperrmüll. Das Klettergerüst „Neptun“ hat nur die Rheinseite gewechselt und steht nun an der Elsa-Brandström-Straße. Auch hier müssen sich die Kinder aber wohl noch etwas gedulden. Ein paar Kugelgelenke müssen ausgewechselt werden, teilte die Stadt in der vergangenen Woche mit.