Urteil nach Blockade in Bonn Klimaaktivisten bekommen Verwarnungen und Geldstrafe

Bonn · Sechs Männer hatten am 15. Juni 2023 die Helmut-Kohl-Allee in Bonn blockiert. Nun standen die Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ vor Gericht. Warum die Angeklagten nur wegen Nötigung belangt wurden.

 Einige der Angeklagten demonstrierten gemeinsam mit Gleichgesinnten vor dem Gerichtsgebäude.

Einige der Angeklagten demonstrierten gemeinsam mit Gleichgesinnten vor dem Gerichtsgebäude.

Foto: Leif Kubik

300 Meter lang war der Stau, der sich nach einer Blockade durch Klimaaktivisten auf den vier Fahrspuren der Helmut-Kohl-Allee in Fahrtrichtung Bundeskanzlerplatz am 15. Juni vergangenen Jahres gebildet hatte. Rund 200 Autofahrer mussten in ihren Fahrzeugen rund 40 Minuten warten. Damit währte die Blockadeaktion deutlich kürzer als die von der Staatsanwaltschaft ursprünglich angenommenen gut 100 Minuten. Amtsrichter Peter Glaubach hat am Donnerstagnachmittag fünf der Aktivisten der „Letzten Generation“ nun zu einer sogenannten Verwarnung mit Strafvorbehalt verurteilt. Das ist die mildeste Form einer Verurteilung, die das deutsche Gesetz vorsieht und könnte auch als Geldstrafe auf Bewährung bezeichnet werden. Nur der sechste Angeklagte wurde zu einer „richtigen“ Geldstrafe verurteilt: Er muss 225 Euro zahlen, weil er als Einziger vorbestraft ist.