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Bonn: Neubau für Chemiker am Campus Endenich

Labore mit Sicherheitstrakt und Abwassersammler : Campus Endenich wächst um einen Neubau für die Chemiker

Auf dem Campus Endenich geht es voran: Dort entsteht ein Neubau für Büros und Labore der Chemiker mit Sicherheitstrakt und Abwassersammler. Der Landesbetrieb rechnet mit drei Jahren Bauzeit

Seit einigen Wochen finden umfangreiche Bauarbeiten auf dem Campus Endenich statt. Auf einer Freifläche vor dem bestehenden Gebäude der Chemischen Institute der Universität Bonn errichtet die Niederlassung Köln des Bau- und Liegenschaftsbetriebs (BLB) NRW einen Ersatzneubau. Darin entstehen moderne Büro- und Laborflächen.

Labore und Büros verteilen sich auf vier Stockwerke, ein zusätzliches Staffelgeschoss wird die Technik beherbergen. Insgesamt wird das Gebäude nach seiner Fertigstellung rund 2.800 Quadratmeter Nutzfläche bieten, wovon rund die Hälfte auf Labore entfallen.

Mehr Kontakt unter den Wissenschaftlern

„Der Neubau wird mit seiner besonderen Infrastruktur neue Räume für die chemische Forschung eröffnen, die sich mit neuen Methoden der Katalyse und Synthese, mit Forschung an Naturstoffen, an nachhaltigen organischen Materialien und Polymeren und an supramolekularen Komplexen und Sensoren in der Biochemie beschäftigt“, erklärt Michael Hoch, Rektor der Universität Bonn. „Durch eine ausgeklügelte Verbindung innerhalb des Gebäudes, wird der Austausch zwischen Arbeitsgruppen erleichtert. Außerdem ermöglichen die neuen Flächen eine flexiblere Planung für die Sanierung des bestehenden Gebäudes.“

Schwingungsentkoppelte Fundamente

Einige der neuen Labore werden sich in einem abgeschlossenen Sicherheitsbereich befinden, der über ein eigenes Treppenhaus verfügt. So können Forschende von einem Labor ins andere wechseln, ohne den abgesicherten Bereich zu verlassen zu müssen. Die zum Teil belasteten Abwässer aus den Versuchen werden in einer zentralen Anlage gesammelt und für die sichere Entsorgung aufbereitet. Die Labore mit Elektronenmikroskopen erhalten schwingungsentkoppelte Fundamente und einen aufwändigen Schallschutz. Außerdem sorgt eine spezielle Lüftung für eine hohe Temperaturkonstanz und verhindert, dass Experimente durch äußere Einflüsse verfälscht werden.

Etwa drei Jahre Bauzeit kalkuliert der BLB für die Fertigstellung des Ersatzbaus ein. Durch die entstehenden Ersatzflächen werden BLB und Universität Bonn flexibler bei der weiteren Planung.