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Bonn - Neubauten an der Villa Soennecken: Stadt erteilt Baugenehmigungen

Villa Soennecken in Bonn : Stadt erteilt Baugenehmigungen für Ensemble mit Studentenwohnheim

Noch in diesem Jahr will ein Berliner Investor mit dem Bau auf dem Grundstück der Villa Soennecken in Poppelsdorf beginnen. Die Stadt hat dazu jetzt Baugenehmigungen erteilt. Doch noch wird über Preise verhandelt.

Nach den Fällarbeiten im März an der Villa Soennecken in Poppelsdorf ist ein weiterer Schritt in Richtung Bebauung des Geländes getan.

Die Stadt hat der Berliner Villa Soennecken GmbH als Projektgesellschaft vier Baugenehmigungen erteilt. „Derzeit ist noch kein Baubeginn angezeigt worden“, schreibt die Stadt in einer Stellungnahme für den Unterausschuss Denkmalschutz, der das nächste Mal an diesem Donnerstag tagt.

Die Projektbeteiligten Michael Weise und Architekt Thomas Irmscher planen an der Ecke Kirschallee mit der Reuterstraße 139 Appartements, die auf vier Baukörper verteilt sind. So soll unter anderem auch die denkmalgeschützte Villa saniert werden. Neben Wohnungen soll es dort auch Gemeinschaftsräume geben, wie es Weise am Dienstag auf Anfrage mitteilte. Auch das Teichhaus soll modernisiert werden.

Für die Bebauung des Areals lag laut Stadt ursprünglich ein Gesamtkonzept mit fünf Bauanträgen vor. Einer sei allerdings zurückgezogen worden, da das dortige Gartenhaus nun nicht mehr umgebaut, sondern abgerissen werden soll.

An der Straße soll als Neubau ein Studentenwohnheim entstehen. Das darf maximal vier Geschosse haben, dazu eine Dachetage als Nichtvollgeschoss und ein Flachdach, so die Verwaltung: „Das Gesamtkonzept orientiert sich hinsichtlich der Gebäudehöhe an der Villa-Soennecken und fügt sich auch in diesem Punkt in die Umgebungsbebauung ein.“

„Wir sind gerade mit verschiedenen Generalunternehmen in Verhandlung und gehen davon aus, dass wir noch in diesem Jahr anfangen können“, sagt Weise. Deshalb kann er auch noch kein Investitionsvolumen benennen, rechnet aber mit einem zweistelligen Millionenbetrag.

Bonn - Neubauten an der Villa Soennecken: Stadt erteilt Baugenehmigungen
Foto: GA-Grafik

Das sogenannte Parkpflegewerk – ein Instrument der Gartendenkmalpflege – sieht den Erhalt von bestehenden Pflanzen und Wegeführungen vor. „Der inzwischen verlandete Teich wird in seiner jetzigen Form als zeitweise wasserführend bewahrt“, heißt es. Über Nachpflanzungen vor allem in Bereichen der Krautschichten werde später für den Park entschieden.

Für das Parkpflegewerk sind das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland und innerhalb der Stadt die Untere Denkmalbehörde zuständig. Das bestehende Ensemble ist auch der Initiative zur Erhaltung des Soennecken-Parks wichtig, die in Kontakt zu Politik und Verwaltung steht.