Naturpark Rheinland Bessere Orientierung und neue Wanderwege im Kottenforst

Bonn · Der Zweckverband Naturpark Rheinland hat ein neues Wegeleitsystem erarbeitet. Es wurden neue Schilder aufgestellt, es gibt eine neue Karte und außerdem neue Routen, die Besucher erkunden können.

 Frank Scheer (links), Geschäftsführer des Zweckverbands Naturpark Rheinland, Bürgermeisterin Ursula Sautter (Mitte), und Jürgen Wehlus vom Zweckverband Naturpark Rheinland zeigen eine der neuen Karten.

Frank Scheer (links), Geschäftsführer des Zweckverbands Naturpark Rheinland, Bürgermeisterin Ursula Sautter (Mitte), und Jürgen Wehlus vom Zweckverband Naturpark Rheinland zeigen eine der neuen Karten.

Bonner, aber auch Touristen, wandern gerne durch den Bonner Kottenforst. Dabei bestand bisher immer die Gefahr, sich auf Trampelpfaden wiederzufinden oder auf den vielen Wegen des Bonner Waldes zu verlaufen. Das passiert jetzt nicht mehr so schnell, denn der Zweckverband Naturpark Rheinland hat sich dafür eine Lösung überlegt. Mit einem externen Planungsbüro, der Stadt Bonn, dem Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft und dem Eifelverein hat der Verband ein neues Wegeleitsystem erarbeitet.

Konkret bedeutet das für die Besucher: Eine neue Wanderkarte, besser ausgeschilderte Wege und neue Routen. Der Verband hat dafür Beschilderungen, Wegweiser und Karten an den Wanderwegen platziert. „Das soll den Besuchern helfen, nicht die Orientierung zu verlieren“, sagt Frank Scheer, Geschäftsführer des Naturparks Rheinland. Die Wanderwege sind auf einer neuen Karte eingezeichnet. Sie umfasst fast den gesamten südlichen Teil des Naturparks von Rheinbach bis Bonn. Insgesamt zwölf dieser neuen Wanderkarten stehen jetzt an Wanderparkplätzen im Bonner Stadtgebiet. „Neue Wege wurden für das neue System nicht angelegt“, sagt Scheer. Für die Erstellung des Systems habe man auf das bestehende Wanderwegenetz zurückgegriffen

Schilder weisen die Richtung

Neben den neuen Wanderkarten ragen jetzt auch Wegweiser an Holzpfählen an den Wegesrändern in die Höhe. Auf weißen Pfeilen kann man hier Nah-, Mittel- und Fernziele ablesen. „Dann kann man sich spontan entscheiden, ob man nicht doch noch eine längere oder kürzere Strecke laufen möchte“, sagt Scheer. Außerdem sollen Markierungspfosten mit Richtungsweisern und Wegplaketten dem Besucher das Einhalten der Wanderwege erleichtern.

Doch nicht nur für die Besucher des Kottenforsts seien die markierten Wege eine Bereicherung. „Das Leitsystem fördert vor allem auch die Nachhaltigkeit“, erklärt Jürgen Wehlus, Vorsitzender der Verbandsversammlung. Umweltschäden sollen dadurch vermieden werden, dass Besucher nun eher auf den markierten Wegen bleiben und nicht auf Trampelwegen oder abseits der Wege Flora und Fauna stören.

Außerdem neu sind fünf Wanderrouten, die die alten ergänzen. Sie sind zwischen neun und 16 Kilometer lang und variieren in ihrer Dauer und dem Schwierigkeitsgrad. „Sie sind auch für Familien geeignet und für Kinder spannend aufbereitet“, sagt Scheer. Denn manche der Routen sind thematisch aufgebaut und Besucher finden Informationen über die Natur oder das Themenfeld auf ihrer Wanderung. „Zum Beispiel kommt man an Sehenswürdigkeiten vorbei oder kann QR-Codes einscannen, sodass man sich Videos dazu ansehen kann“, sagt Scheer.

Vandalismus ist ein Problem

Jetzt, frisch aufgestellt, stehen noch alle Schilder aufrecht. Doch Vandalismus ist ein schwieriges Thema, so Scheer. „Letztendlich ist es wichtig, dass Bürger uns darauf aufmerksam machen, wenn zum Beispiel ein Schild herausgerissen wurde“, sagt er. Dafür ist unten an den Wegweisern ein blaues Schild angebracht. Auf diesem sind eine Nummer sowie die Standortkennzeichnung des Schildes abzulesen, um den Schaden zu melden.

Das Projekt habe insgesamt rund 34.000 Euro gekostet und sei durch Eigenmittel des Zweckverbands und Fördermittel des Umweltministeriums finanziert worden. Insgesamt habe die Umsetzung des neuen Wegeleitsystems mehr als ein Jahr gedauert.

Ab kommender Woche können Wanderinteressierte die Karte mit dem Titel „Bonn, Rheinbach und der Kottenforst“ gegen eine Schutzgebühr von einem Euro beim Haus der Natur, bei der Bonn-Information oder im Naturparkzentrum Himmeroder Hof in Rheinbach abholen. Außerdem ist sie auch im Onlineshop des Naturparks zu kaufen. Auf der Rückseite der Karten befinden sich Beschreibungen der Routen, die man bewandern kann.

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