Dienstsitz des Bundeskanzlers in Bonn So sieht es auf der Baustelle im Palais Schaumburg aus

Bonn · Eine Bestandsaufnahme vor acht Jahren hat Asbest ans Licht gebracht. Jetzt sind Kabinettssaal und Hallstein-Zimmer im Palais Schaumburg in Bonn kaum noch wiederzuerkennen. Wie geht es weiter? Ein Rundgang durch das entkernte Gebäude.

 Das Palais Schaumburg von außen. Wer genau hinschaut, sieht, dass der Turm keine Uhr hat.

Das Palais Schaumburg von außen. Wer genau hinschaut, sieht, dass der Turm keine Uhr hat.

Foto: Meike Böschemeyer

Das Palais Schaumburg ist Bonner Republik pur. Ein historischer Ort mit Pförtner und Zaun an der Adenauerallee, der offiziell der zweite Dienstsitz des Bundeskanzlers ist. Wer die Treppe unter dem zu Hauptstadtzeiten angebauten Vordach hochsteigt, das Bundeskanzler Konrad Adenauer an eine Tankstelle erinnerte, erlebt aber eine handfeste Überraschung: Die Villa ist innen ein Rohbau mit nackten Backsteinwänden und etwas Fachwerk. Die Böden und Treppen sind abgedeckt, die Türen ausgebaut. Selbst die Turmuhr ist beim Restaurator. Nur die dunkelgrünen Kacheln im Kanzlerbadezimmer glänzen noch im Stil der Zeit.