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Bonn: Politiker drängen auf Entscheidung zum Stadthaus

Sanierung oder Abriss und Neubau? : Politiker drängen auf Entscheidung zum Stadthaus

Am Mittwochabend ist der Ausschuss des Städtischen Gebäudemanagements zusammen gekommen. Thema war die Zukunft des Bonner Stadthauses.

Das Stadthaus und seine Zukunft: Sanierung oder Abriss und Neubau? Immer wieder müssen sich die Kommunalpolitiker mit der Frage befassen, wie es mit den maroden Verwaltungstürmen am Berliner Platz weitergehen soll. Die Ungeduld der Politiker, dass diese Frage seitens der Fachverwaltung noch nicht beantwortet ist, wächst, wie im Ausschuss des Städtischen Gebäudemangements (SGB) am Mittwochabend deutlich wurde.

Auslöser für einen kurzen Schlagabtausch im SGB-Ausschuss war eine Mitteilungsvorlage zum aktuellen Zustand des Stadthauses, die bereits im Dezember dem Stadtrat vorgelegen hat. „Ich finde diese Vorlage sehr unbefriedigend“, sagte Bernd Bollmus (FDP). Sie führe zahlreiche Punkte zu Sanierungsmaßnahmen auf, sage aber nichts zur Frage eines ebenfalls zur Diskussion stehenden Abrisses und Neubaus aus.

Lediglich an einer Stelle heiße es: „Die Frage, ob das Stadthaus als langfristiger Verwaltungssitz der Stadtverwaltung erhalten werden soll, wird im weiteren Prozess bzw. Projekt gesondert erörtert.“ Zu wenig, findet Bollmus. „Das ist ein horrendes Versäumnis, dass wir dazu bis dato keine Klarheit haben. Wir müssen zu einer fundierten Entscheidung kommen und erwarten, dass die Stadtspitze endlich Initiative ergreift“, sagte er später dem GA. Auch Georg Schäfer (CDU) und Andreas Goltz (Grüne) kritisierten die Vorlage. „Es ist an der Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen“, forderte Schäfer. Für Goltz ist es „höchste Eisenbahn“, eine Entscheidung müsse alsbald zum Wohle der Mitarbeiter und der Stadt auf den Tisch.

Wie berichtet, ist der Sanierungsstau im Stadthaus offenbar dramatischer, als bisher bekannt war. So stehen unter anderem dringend erforderliche Stützmaßnahmen für marode Säulen auf den Parkdecks an, die laut SGB einen Komplettauszug der Mitarbeiter zur Folge hätten. Für sie müssten Ersatzbüros gesucht werden, was aufgrund der Marktlage als schwierig gilt.

Der Personalrat der städtischen Bediensteten hat sich bereits festgelegt. In seinen neuesten Personalratsnachrichten spricht er sich in aller Deutlichkeit für Abriss und Neubau des Stadthauses am selben Standort aus. „Eine moderne Verwaltung benötigt auch moderne Gebäude. Ein Stadthaus gehört in die Mitte der Stadt“, heißt es in den Personalnachrichten.