1. Bonn
  2. Stadt Bonn

Bonn: Polizei findet 50 Kilogramm Marihuana - drei Festnahmen

Nach verdeckten Ermittlungen : Fahnder stellen 50 Kilogramm Marihuana in Bonn sicher

Nach monatelangen verdeckten Ermittlungen haben Fahnder am Donnerstag in Bonn zugeschlagen: In einer Paketlieferung aus Spanien entdeckten sie 50 Kilogramm Marihuana. Mit einem simplen Trick konnten sie anschließend die mutmaßlichen Empfänger schnappen.

Die Bonner Staatsanwaltschaft hat einen Fahndungserfolg erzielt und 50 Kilogramm Marihuana sichergestellt. Im Zuge dessen konnten drei Verdächtige festgenommen werden.

Zusammen mit einem Kriminalkommissariat, das für die Bekämpfung organisierter Kriminalität zuständig ist, seien in den vergangenen Monaten intensive verdeckte Ermittlungen geführt worden, teilt die Polizei mit. Nun hatten sich Hinweise verdichtet, dass am 29. April eine größere Lieferung Drogen aus Spanien eintreffen und über eine Spedition zu einem Logistikunternehmen im Kölner Raum transportiert werden sollte.

Dort überprüften die Fahnder die Pakete und fanden rund 50 Kilogramm Marihuana. Nachdem sie die Drogen entnommen hatten, füllten sie die Pakete stattdessen mit Blumenerde und Altkleidern, damit nicht sofort auffällt, dass sich darin nicht mehr die erwartete Marihuana-Lieferung befindet. Anschließend wurden die Pakete auf den weiteren Versandweg gebracht.

Kurz darauf konnten „im Zusammenhang mit dem weiteren Versand der Pakete“, wie die Polizei beschreibt, zwei Männer vorläufig festgenommen werden. Spezialkräfte hatten den 31- und den 32-Jährigen im Raum Köln gestellt. Einen weiteren 31-jährigen Beschuldigten stellten Spezialkräfte im Raum Cochem in Rheinland-Pfalz. Dort war er mit seinem Wohnmobil unterwegs, auch er wurde vorläufig festgenommen.

Zudem durchsuchten die Ermittler weitere Objekte, „unter anderem in Bonn, Euskirchen, Wuppertal und Köln“, teilt die Polizei mit. Neben weiterem Marihuana stellten die Fahnder mehrere tausend Euro Bargeld, drei Mittelklasse-Wagen, Handys und Computer sicher.

Im Zuge der andauernden Ermittlungen prüfen die Fahnder nun, ob die Beschuldigten möglicherweise für ähnliche Taten in Frage kommen.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Der General-Anzeiger arbeitet dazu mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Wie die repräsentativen Umfragen funktionieren und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

(ga)