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Bonn: Polizei rückt zu Auseinandersetzung in Ermekeilkaserne aus

Elf Bewohner in Gewahrsam : Polizeieinsatz nach heftiger Auseinandersetzung in der Ermekeilkaserne

Die Polizei ist in der Nacht zur Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in der Ermekeilkaserne ausgerückt. Dort hatte es eine Auseinandersetzung gegeben, die Polizei hat elf Personen in Gewahrsam genommen.

Zu einem größeren Polizeieinsatz mit rund 40 Beamten kam es Donnerstagnacht gegen 23.40 Uhr in der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) des Landes NRW in der früheren Ermekeilkaserne in der Südstadt. Dort war es laut Polizei zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen mehreren Bewohnern gekommen. Elf Männer zwischen 18 und 35 Jahren kamen in Polizeigewahrsam. Zwei waren bei den Streitigkeiten leicht verletzt worden.

Die Polizei war wenige Stunden zuvor bereits zweimal wegen Streitigkeiten unter den Bewohnern in die Unterkunft gerufen worden. Dort sind derzeit 279 Flüchtlinge aus verschiedenen Nationen untergebracht. Nach GA-Informationen soll übermäßiger Alkoholkonsum bei der Auseinandersetzung eine Rolle gespielt haben. Der Sicherheitsdienst hatte die Polizei alarmiert, teilte Dirk Schneemann, Sprecher der für die EAE zuständigen Bezirksregierung Köln mit. 19 Wachleute seien dort pro Schicht im Dienst. Eine Aufstockung von weiteren zwei Personen sei geplant.

Aktuell werde die Verlegung von fünf Personen, die als Rädelsführer gelten, in andere Einrichtungen organisiert. Die Bezirksregierung gehe davon aus, dass sich die Lage in der EAE Bonn dadurch beruhigt. In der Einrichtung waren zuletzt 50 Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet und isoliert worden. Laut Schneemann gibt es momentan keine infektiösen Personen in der EAE. Neun seien aber noch in Isolation. Die allgemeine Quarantäne sei am 18. Mai ausgelaufen.