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Bonn-Poppelsdorf: Spezialkräfte nehmen Mann fest - Ermittlungen der Polizei

Spezialkräfte im Einsatz : Ermittlungen nach Festnahme in Poppelsdorf dauern an

Ein 56-jähriger Mann, der am Dienstagabend in Bonn-Poppelsdorf von Spezialkräften festgenommen wurde, ist wieder zu Hause. Die Polizei untersucht nun, ob die Waffen, die er besitzt, alle eingetragen sind. Auch andere Fragen sind noch offen.

Nach dem Einsatz von Spezialkräften der Polizei am Dienstagabend an der Wielstraße in Bonn-Poppelsdorf ist ein festgenommener Mann am Mittwoch wieder nach Hause entlassen worden. Das teilt Polizeisprecher Robert Scholten auf GA-Anfrage mit. Es handelt sich um einen 56-Jährigen, der an dem Tag erheblich alkoholisiert war. Zeugen beschreiben ihn als labile Person. Der Umstand, dass der Mann mehrere zugelassene Waffen besitzt – unter anderem mit langem Lauf – und laut Scholten eine „Gefahr ihm selbst gegenüber nicht auszuschließen“ war, war Anlass für den Großeinsatz.

Bevor die Beamten ins Haus gingen, wurden die umliegenden Häuser aufgrund der dichten Bebauung vorsichtshalber evakuiert – auch die Gärtnerei des Botanischen Gartens. Die Wielstraße und Am Botanischen Garten wurden gesperrt. Wie berichtet, wurde die Polizei durch eine Zeugin auf den 56-Jährigen aufmerksam. Ob er tatsächlich, wie von ihr angegeben, einen Schuss abgegeben hat, ist noch nicht klar. Letztlich wurde niemand verletzt.

Laut Scholten haben die Beamten in Wohnung und Garage mehr Waffen gefunden, als eingetragen sind. Die Waffenabteilung überprüfe nun, ob der Mann tatsächlich für alle eine Erlaubnis brauche. „Daraus könnte sich ein Verstoß gegen das Waffengesetz ergeben.“ Es wird zudem geschaut, „inwieweit die waffenrechtlichen Voraussetzungen noch vorliegen“, so Scholten. Will heißen: Ist der Mann mit den Waffen zuverlässig umgegangen? Bislang liegt nichts gegen den 56-Jährigen vor, entsprechend ist auch die Staatsanwaltschaft nicht eingeschaltet.