Stadt Bonn verletzt Bundesregelung Stadt beleuchtete Obelisken auf Bonner Marktplatz trotz Verordnung

Bonn · Wegen der Energiekrise dürfen Denkmäler und Gebäude seit dem 1. September nur noch aus Sicherheitsgründen nachts angestrahlt werden. Der Obelisk in Bonn war fünf Wochen lang trotzdem beleuchtet.

Der Obelisk im Flutlicht: Dieses Foto entstand am Freitag, 7. Oktober. Jetzt sei die Beleuchtung aus, so das Presseamt.

Der Obelisk im Flutlicht: Dieses Foto entstand am Freitag, 7. Oktober. Jetzt sei die Beleuchtung aus, so das Presseamt.

Foto: Benjamin Westhoff

Eigentlich will die Stadt Bonn beim Energiesparen mit gutem Beispiel vorangehen, wie Oberbürgermeisterin Katja Dörner (Grüne) gerade erst in einem GA-Interview betont hat. Beim Obelisken auf dem Markt ist ihr das jedoch nicht geglückt: Das Denkmal ist mindestens bis zum vergangenen Freitag jede Nacht üppig angestrahlt worden, obwohl eine Bundesverordnung das schon seit dem 1. September für sechs Monate verbietet, um der Energiekrise zu begegnen.

Die entsprechende Beschwerde eines empörten Bürgers liegt der Stadtverwaltung seit spätestens 23. September vor. Das Presseamt konnte den Vorgang am Montag nicht erklären. Die Beleuchtung sei „aktuell ausgeschaltet“, hieß es aus dem Amt.

Bei den Büros im Stadthaus sind die Beamten dagegen achtsamer, wie eine Stichprobe am Samstagabend ergab: Die Fenster des Gebäudekomplexes waren alle dunkel.

Erste Büros werden geheizt

Um Energie zu sparen, hat die Kommune den Start der Heizperiode in ihren Gebäuden in den Oktober verschoben. Nach Beschwerden des Personalrats über zu kalte Büros sei aber schon überall dort geheizt worden, wo keine 19 Grad Zimmertemperatur erreicht wurden, so das Presseamt. Auch in den Bonner Kitas und Schulen laufen die Heizungen bereits.

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