Streit um Mädchengymnasium Stadt Bonn soll Trägerschaft für Liebfrauenschule prüfen

Bonn · Das Erzbistum Köln bleibt trotz massiver Proteste der Eltern und Schülerinnen bei der Entscheidung, die Liebfrauenschule bis 2029 auslaufen zu lassen. Jetzt soll die Stadt Bonn eine Übernahme der Trägerschaft prüfen.

Vor Beginn des Gesprächs zwischen Schulausschuss und Bistumsvertreter demonstrieren Schülerinnen vor der Liebfrauenschule in der Südstadt.

Vor Beginn des Gesprächs zwischen Schulausschuss und Bistumsvertreter demonstrieren Schülerinnen vor der Liebfrauenschule in der Südstadt.

Foto: Benjamin Westhoff

Das Erzbistum Köln will an seiner Entscheidung nicht rütteln, die Liebfrauenschule (LFS) in der Südstadt als Träger aufzugeben und bis 2029 auslaufen zu lassen. Das geht aus einem Schreiben aus Köln hervor. Nach einem Treffen des Schulausschusses mit Bistumsvertretern am Mittwochabend ist jetzt die Stadt Bonn gefragt: Sie soll sich mit dem Erzbistum schnellstens an einen Tisch setzen, und diskutieren, wie die Schule erhalten und fortgeführt werden kann. Es soll in einem ersten Schritt überlegt werden, ob eine Kooperation mit einer städtischen Schule erfolgen kann, um ein Aushöhlen des Gymnasiums zu verhindern. Die Stadt soll zudem prüfen, ob sie die Schule mittelfristig in städtischer Trägerschaft fortführen kann.