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Bonn: Stockenstraße ist ab sofort in Richtung Rathaus gesperrt

Verkehrsführung in Bonner City : Stockenstraße ist ab sofort in Richtung Rathaus gesperrt

Das Durchfahrtsverbot in der Bonner Stockenstraße ist seit Montag in Kraft, doch nicht alle haben es gemerkt. Was die Reuterstraße mit jetzt geltendem Tempo 30 angeht: Dort gibt es bislang keine Staus.

Nun sind sie da, die neuen Schilder, die auf die neue Verkehrsführung am Stockentor hinweisen. Mit einigen Tagen Verspätung hat damit für den erweiterten City-Ring Stufe 2 der Testphase begonnen. Am ersten Tag waren dort einige Startschwierigkeiten zu beobachten, die auf der in die Innenstadt führenden Straße Staus zur Folge hatten.

Mit dem erweiterten City-Ring gelangen Autofahrer durch das Stockentor nur noch in die Marktgarage hinein und können alternativ vorher noch nach rechts in die Franziskanerstraße abbiegen. Die Weiterfahrt in Richtung Altes Rathaus ist indes nicht mehr gestattet, wie zwei „Durchfahrt-verboten“-Schilder beiderseits der Fahrbahn signalisieren.

Dass am Montag dennoch mancher Autofahrer die gewohnte Strecke vorbei an der Garagenzufahrt und weiter auf Bischofsplatz und die Straße Am Hof wählte, war wohl teilweise mit alten Gewohnheiten zu erklären; „Ich habe die Schilder zu spät gesehen“, erklärte an der Ampel neben dem Restaurant „Ruland“ ein Autofahrer. Tatsächlich ist es für ein Wendemanöver zu spät, wenn man hinterm Steuer erst einmal an den Verbotsschildern angelangt ist. „Man könnte früher vorgewarnt werden“, kritisierte ein anderer Verkehrsteilnehmer die neue Situation.

Die allerdings kann bei Missachtung der Schilder schnell gefährlich werden. Denn wer das Durchfahrtsverbot übersieht oder missachtet, wird auf dem 30 Meter langen Abschnitt bis zur Ampel am Alten Rathaus zum Falschfahrer und riskiert, dass ihm aus Richtung der Rathausgasse Verkehr entgegen kommt. Denn die bleibt für den Rad- und den Lieferverkehr frei, der am Alten Rathaus nun nach links in die Stockenstraße abbiegen, dort nun zwischen Garageneinfahrt und Stockentor für Begegnungsverkehr sorgen und das Viktoriakarree ebenfalls über die Franziskanerstraße wieder verlassen darf.

Einen Hinweis auf die neue Streckenführung gibt es an der Adenauerallee. So weist in Höhe Albertinum, am Linksabbieger in Richtung Stockenstraße, ein neues quadratisches Schild in Schriftform darauf hin, dass die Stockenstraße nicht mehr durchfahren werden darf. Wer es übersieht und nicht in die Marktgarage will, dem bleibt regelkonform nur die Ausweichmöglichkeit über die Franziskanerstraße, über die er dann wieder die B 9 erreicht. Sollte der Bahnhof sein Ziel sein, führt der reguläre Weg jetzt hinter dem Hofgarten entlang über Fritz-Tillmann- und Kaiserstraße – eben jenem erweiterten Cityring.

Vor der Marktgarage bildete sich am Montag ein Stau. Foto: Rüdiger Franz

Dieses Video ist Teil einer Kooperation von WDR und GA.

Am Stockentor war am Montagmittag zu beobachten, wie sich der Verkehr bis hinter das Stockentor staute. Das Nachsehen hatte auf diese Weise, wer angesichts der Neuerung tatsächlich in die Franziskanerstraße ausweichen wollte: Zum Zuge kommen diese Autofahrer nun erst, wenn sich der Stau zwischen ihnen und der Garageneinfahrt durch das Stockentor hindurchgeschoben hat. Keine nennenswerten Behinderungen rief um die Mittagszeit hingegen offenbar Gegenverkehr aus der Rathausgasse hervor.

Unterdessen geht das Tempolimit von 30 Stundenkilometern auf einem Teilabschnitt der Reuterstraße in die erste reguläre Arbeitswoche nach den Feiertagen. Wie bereits in der vergangenen Woche kam es dort am Montag tagsüber nicht zu Staus. Der Verkehr zwischen Botanischem Garten und Reuterbrücke rollte naturgemäß langsamer, aber flüssig. Die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer gilt seit dem 1. Januar für den Abschnitt zwischen Autobahn und Bonner Talweg. Im Rest der Reuterstraße bleibt es bei Tempo 50. Dessen Einhaltung übrigens wurde am Montag mit mobilen Radarkontrollen kontrolliert: Geblitzt wurde am Mittag auf der Reuterbrücke in Fahrtrichtung Bundeskanzlerplatz.