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Bonn-Tannenbusch: Drogenhändler attackieren Anwohner an Oppelner Straße

21-Jähriger mit Eisenstange verletzt : Drogenhändler attackieren Anwohner in Bonn-Tannenbusch

Mehrere junge Männer, darunter Drogenhändler, haben in Tannenbusch Anwohner angegriffen und einen 21-Jährigen mit einer Eisenstange schwer verletzt. Ein 18-jähriger Intensivtäter soll an der Tat beteiligt gewesen sein.

Drogenverkäufer haben am 18. Dezember zwei Anwohner in Bonn-Tannenbusch angegriffen und einen 21-Jährigen mit einer Eisenstange erheblich verletzt. Im Nachgang konnten vier Täter ermittelt werden. Das teilte die Bonner Polizei am Mittwochmorgen mit.

Ausgangspunkt waren laut Polizei zwei Drogendealer, die in einem Hausflur in der Oppelner Straße Marihuana an zwei Kunden verkauft haben. Als ein 18-jähriger Anwohner sie darauf ansprach, seien die beiden Männer „verbal aggressiv geworden“, schließlich entwickelte sich eine Schlägerei vor dem Haus.

Zwei weitere Tatverdächtige sprangen den Drogenverkäufern bei und griffen den 18-Jährigen, der inzwischen von einem 21-Jährigen Verstärkung bekommen hatte, mit Schlägen und Tritten an. Der 21-Jährige erlitt durch einen Schlag mit der Eisenstange eine blutende Platzwunde am Kopf und eine Gehirnerschütterung. Er musste in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden.

Aus der Menge heraus wurde dem 18-Jährigen, der am Boden lag, gegen den Kopf getreten. Er erlitt leichte Verletzungen. Als die Polizei eintraf, flüchteten die Tatverdächtigen. Bei den anschließenden Fahndungsmaßnahmen konnte die Polizei einen 18-Jährigen aufgreifen und später als Tatverdächtigen identifizieren.

Intensivtäter aus Bonn war beteiligt

Im Verlauf der Ermittlungen der „EG Tannenbusch“ konnten die Beamten - unter anderem mit Informationen des bereits ermittelten Tatverdächtigen - drei weitere Personen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren identifizieren. Sie alle waren bereits im Zusammenhang mit Drogendelikten aufgefallen.

Bei einem 18-jährigen Tatverdächtigen handelt es sich um einen Intensivtäter, der schon in der Vergangenheit an Körperverletzungs- und Drogendelikten beteiligt war. Am 23. Dezember wurde er laut Polizei aufgrund eines Haftbefehls wegen gewerbsmäßigen Drogenhandels in Köln festgenommen. Er hatte eine mehrjährige Haftstrafe nicht angetreten und sich vor der Polizei versteckt.

Der 25-jährige Tatverdächtige hat Anfang September vergangenen Jahres an gleicher Stelle der Oppelner Straße einen Mann niedergeschlagen und auf ihn eingetreten. Zivilfahnder hatten ihn am 13. Januar festgenommen, nun befindet er sich in einer Justizvollzugsanstalt.

Am 8. Mai 2018 wird er während einer Durchsuchung festgenommen, im Zuge der U-Haft aber „haftverschont“ und somit entlassen, wie ein Polizeisprecher auf GA-Anfrage mitteilte.

Am 14. Januar musste er sich vor einem Gericht verantworten. Wegen gewerbsmäßigem Handel mit Betäubungsmitteln in mehreren Fällen wurde er dabei zu zwei Freiheitsstrafen von insgesamt drei Jahren und fünf Monaten ohne Bewährung verurteilt.

Darüber hinaus wird der Mann sich zukünftig vor Gericht zusätzlich wegen Wohnungseinbruch, Diebstahl und zwei Körperverletzungsdelikten verantworten müssen. Die Ermittlungen gegen die zwei weiteren Tatverdächtigen dauern an.