Feierliche Umbenennung Viktoriabrücke heißt nun offiziell Guido-Westerwelle-Brücke

Bonn · Die einstige Viktoriabrücke trägt nun den Namen Guido-Westerwelle-Brücke. Am Mittwoch wurde das Straßenschild der Brücke offiziell enthüllt.

Die Umbenennung ist vollzogen: Die Viktoriabrücke heißt ab sofort Guido-Westwelle-Brücke. Am Mittwoch enthüllten mit vereinten Kräften Mitglieder der FDP, Westerwelles Witwer Michael Mronz (verdeckt, zweiter von rechts) und Bonner Bezirksbürgermeister Jochen Reeh-Schall (r.) das Straßenschild.

Die Umbenennung ist vollzogen: Die Viktoriabrücke heißt ab sofort Guido-Westwelle-Brücke. Am Mittwoch enthüllten mit vereinten Kräften Mitglieder der FDP, Westerwelles Witwer Michael Mronz (verdeckt, zweiter von rechts) und Bonner Bezirksbürgermeister Jochen Reeh-Schall (r.) das Straßenschild.

Foto: Benjamin Westhoff

Die Viktoriabrücke in Bonn ist nicht mehr – zumindest ihr Name. Am Mittwoch enthüllten unter anderem Oberbürgermeisterin Katja Dörner (Grüne) und Bezirksbürgermeister Jochen Reeh-Schall (SPD) das neue Straßenschild der nun neu getauften Guido-Westerwelle-Brücke. Bei der Präsentation im Museum August-Macke-Haus berührte vor allem die Dankesrede von Westerwelles Ehemann Michael Mronz die rund 30 anwesenden Gäste.

„Für Guido war Bonn seine Heimat, wir haben hier im Rathaus den Bund fürs Leben geschlossen“, erzählte Mronz sichtlich bewegt. Die Stadt und die rheinische Lebensart, leben und leben lassen, das habe sein Mann immer gemocht. „Alle, die Guido kennen wissen, dass er nie dafür gearbeitet hat, dass etwas nach ihm benannt wird, und er es sicher eingetauscht hätte gegen einen einzigen glücklichen Lebenstag“, so Mronz weiter, der den Tränen nahe innehalten musste.

Vor allem dankte er Werner Hümmrich. Der Bonner FDP-Politiker und gute Freund seines Mannes sei schon mit Westerwelle zur Schule gegangen und hatte sich für die Namensänderung stark gemacht, die letztlich nicht ohne Diskussionen beschlossen worden war. „Ich hatte gedacht, an einer preußischen Prinzessin, die mal kurz zur Sommerfrische in der Gegend war, werden sich schon nicht so viele reiben. Ich lag falsch“, gestand Bezirksbürgermeister Reeh-Schall nicht ohne Sarkasmus. Als Bönnscher, als Außenminister und als Vizekanzler habe sich Westerwelle diese Ehre jedoch ohne Frage verdient. „Jetzt ist es entschieden, und es hat immerhin nicht so lange gedauert wie die Beethovenhalle“, scherzte Reeh-Schall.

Umbenennung zur Guido-Westerwelle-Brücke ging lange Debatte voraus

Den Beschluss zur Umbenennung der Brücke hatte die Bezirksvertretung im Oktober vergangenen Jahres nach langer Diskussion gefällt. Kritik aus der Bezirksvertretung hatte es vor allem deshalb gegeben, da es ein falsches Signal sei, die einzige bedeutende Brücke in Bonn, die nach einer Frau benannt ist, auf diese Weise umzuwidmen.

„Er war ein Brückenbauer und in all seinen Ämtern und Funktionen vor allem Bonner“, würdigte Oberbürgermeisterin Katja Dörner bei der Präsentation das Lebenswerk Westerwelles. Mit mehreren persönlichen Anekdoten aus der gemeinsamen politischen Zeit als Bundestagsabgeordnete brachte Dörner ihre Wertschätzung für den FDP-Politiker zum Ausdruck, der trotz zeitaufwendigen Ämtern immer auch ein Auge auf die Bonner Belange und Kollegen hatte.

In der Bundesstadt, so Dörner, habe sich Westerwelle unter anderem durch seinen Einsatz für das WCCB, den UN Campus, die Sanierung der Kreuzkirche oder seine schützende Hand über dem Bonn-Berlin-Vertrag verdient gemacht.

Klara Drenker-Nagels, Direktorin und Geschäftsführerin des Macke Hauses, hob in ihrer einleitenden Rede zudem den Einsatz für das Museum und die Begeisterung Westerwelles für die Kunst des Expressionisten August Macke hervor. Der FDP-Politiker hatte sich in Bonn wie auf Bundesebene für die Förderung des Museums eingesetzt.

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