Zweitägiger Ausstand Diese Busse fahren trotz Warnstreik noch

Bonn · Donnerstag und Freitag bleiben wegen des Warnstreiks in Bonn die meisten Busse und Bahnen im Depot, aber nicht alle. Ab Freitagabend müssen sich Pendler zwischen Köln und Bonn zudem auf eine längere Sperrung einstellen.

 Die meisten Busse der Stadtwerke werden von Donnerstag bis Freitagnacht im Friesdorfer Depot bleiben.

Die meisten Busse der Stadtwerke werden von Donnerstag bis Freitagnacht im Friesdorfer Depot bleiben.

Foto: Benjamin Westhoff

Am Donnerstag und Freitag, 29. Februar und 1. März, werden die Bonner Stadtwerke Bus und Bahn (SWB) ganztägig bestreikt. Der Warnstreik, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hat, betrifft die Busse und Bahnen des kommunalen Verkehrsunternehmens, aber nicht die privaten Busunternehmen, die im Auftrag der SWB auf einer ganzen Reihe von Linien unterwegs sind. Diese Fahrten machen etwa ein Drittel der Gesamtfahrten nach dem normalen Fahrplan aus. Die Stadtwerke haben die Fahrten, die Donnerstag und Freitag stattfinden können, in einem Streikfahrplan veröffentlicht, der auf deren Internetseite zu finden ist. In Bewegung sein werden nach Sonderfahrplänen die Linien 600 bis 613, 630 bis 640, die Flughafenbuslinie SB60 und der Taxibus sowie die Linie 117, 540 und 550.

KVB und RSVG nicht betroffen

Von der landesweiten Arbeitsniederlegung ebenfalls betroffen sind die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB). Auf den Stadtbahnlinien 16 und 18, die beide zwischen Bonn und Köln fahren, wird es also ebenfalls keinen Nahverkehr geben. Der Regionalverkehr Köln (RVK) und die Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft (RSVG) fahren an diesen Tagen mit ihren Bussen weitgehend nach normalem Fahrplan. Die Fahrer sind über Hausverträge angestellt. Die RSVG verweist allerdings darauf, dass die Linien 117, 540, 550 und 640 nach einem Sonderfahrplan unterwegs sein werden.

Die Eisenbahnen der Deutschen Bahn und anderer Anbieter sowie die S-Bahnen fahren Bahnhöfe wie den Bonner Hauptbahnhof, den UN-Campus, Bad Godesberg und Mehlem, Endenich Nord, Duisdorf und den Beueler Bahnhof regulär an. Ab Freitagabend um 21 Uhr allerdings ist die linksrheinische Bahnstrecke zwischen Köln und Brühl für den gesamten März voll gesperrt. Ein Ersatzverkehr mit Bussen ist eingerichtet. Die Deutsche Bahn führt in dieser Zeit die letzten Arbeiten für das elektronische Stellwerk „Linker Rhein“ durch.

Mit Betriebsbeginn am Samstagmorgen um 3 Uhr sollen die Busse und Bahnen im kommunalen Nahverkehr wieder nach Fahrplan fahren.

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