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Bonn: Weihnachtsmarkt 2021 - diese Corona-Regeln gelten

Corona-Pandemie : Diese Regeln gelten in diesem Jahr auf dem Bonner Weihnachtsmarkt

Am Mittwoch ist es soweit: Nach einem Jahr Abstinenz eröffnet der Weihnachtsmarkt in der Bonner Innenstadt. Wegen der steigenden Zahl an Corona-Fällen gelten aber bestimmte Regeln und Pflichten.

Im vergangenen Jahr ist der Bonner Weihnachtsmarkt wegen Corona ins Wasser gefallen, in diesem Jahr startet er als erste Großveranstaltung in städtischer Regie seit Beginn der Pandemie bereits früher als gewohnt: Schon am Mittwoch, 17. November, eröffnet Bezirksbürgermeister Jochen Reeh-Schall den Budenzauber rund um den Friedens-, Bottler- und Münsterplatz und erstmals auch auf dem Remigiusplatz. Getrübt wird die Vorfreude auf den Weihnachtsmarkt allerdings durch die auch in Bonn rasant gestiegene Inzidenz, wie Oberbürgermeisterin Katja Dörner vergangene Woche in einer Pressekonferenz bedauerte.

„Ein Bummel entlang der Stände und Buden auf dem Weihnachtsmarkt und vor allem das Beisammensein in stimmungsvoller Atmosphäre gehören für viele Menschen fest zur Vorweihnachtszeit dazu – auch für mich persönlich“, sagte sie. Aber: „Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Deshalb wird es auch leider weiterhin Einschränkungen geben müssen.“ Ihre dringende Bitte an die Weihnachtsmarktbesucher: Alle sollen sich an die geltenden Regeln der Corona-Schutzverordnung halten und dort, wo nicht genügend Abstand eingehalten werden kann, einen Mund- und Nasenschutz tragen. Verpflichtend will die Stadt Letzteres nicht einführen, solange die NRW-Schutzverordnung das nicht vorsehe, betonte Günter Dick, Leiter der Ordnungsdienste der Stadt Bonn. Die Einhaltung der Regeln werde man entsprechend den Landesvorgaben auch nur stichprobenartig kontrollieren können, bei Verstößen wolle die Verwaltung zuvorderst auf die Einsicht der Person setzen, die ohne Nachweis einer Impfung, Genesung oder Corona-Test angetroffen wird, dass sie den Markt verlässt oder einen Test nachholt.

Weihnachtsmarkt in Bonn: Diese Regeln gelten

Die Buden: Insgesamt sind laut Abteilungsleiter Harald Borchert rund 165 Buden auf dem Weihnachtsmarkt anzutreffen, der Aufbau ist bereits in vollem Gange. Im Vergleich zu früheren Jahren gab es vor allem wegen Corona weniger Bewerber, allerdings sind laut Borchert auch einige Standbetreiber inzwischen in den Ruhestand gegangen, ohne einen Nachfolger zu stellen. Angeboten wird das für den Weihnachtsmarkt übliche Sortiment: vor allem Kunsthandwerk, Spielzeug, Korb- und Handarbeitswaren, Kerzen, Krippen und vieles mehr. Selbstverständlich fehlen auch die Imbiss- und Glühweinstände nicht. Für Kinder zwischen sechs und 14 Jahren bietet das Weihnachtshaus der Stadt Bonn auf dem Münsterplatz kostenfrei an allen Tagen eine Betreuung und Bastelangebote an (nähere Infos unter www.weihnachtshaus-bonn.de). An den Adventssamstagen erklingt ab 17 Uhr vom Gerüst des Bonner Münsters weihnachtliche Blasmusik.

Die Schutzverordnung: Jeder Besucher des Weihnachtsmarkts in Bonn muss einen 2G-Nachweis mit sich führen (geimpft oder genesen). Zudem gilt in der Innenstadt wieder eine Maskenpflicht. In den Innenräumen der gastronomischen Stände gilt ebenfalls 2G. Dazu haben sich die Schausteller selbst verpflichtet und werden das auch strikt kontrollieren, erklärte Roland Barth vom Bonner Schaustellerverband. Das Ordnungsamt der Stadt wird die Einhaltung der Corona-Regeln auf dem Bonner Weihnachtsmarkt stichprobenartig kontrollieren. Mögliche Sanktionen sollen verhältnismäßig ausfallen, bei uneinsichtigen Personen allerdings drohen Strafanzeigen und Bußgelder, machte Dick deutlich. Passanten, die lediglich den Markt überqueren, um von A nach B zu kommen, müssen keinen 2G-Nachweis erbringen.

Die Sicherheit: Polizeipräsident Frank Hoever zufolge wird es wieder eine mobile Wache der Polizei am Münster und Fußstreifen geben. Zum besseren Schutz vor Taschendieben, Trickbetrügern und anderen Straftätern, die sich erfahrungsgemäß unter die Menschen auf dem Bonner Weihnachtsmarkt mischen, werde die Polizei an stark frequentierten Zugängen des Weihnachtsmarktes und zu besonders tatrelevanten Zeiten erstmalig auch ihre Videobeobachtungsanlage einsetzen. „Sie wird an der Poststraße und Maximilianstraße errichtet, optional soll sie aber auch auf dem Münsterplatz und Friedensplatz zum Einsatz kommen.“ Generell verzeichnet die Polizei einen Anstieg von Taschendiebstählen, so Hoever. Er appelliert deshalb an alle Besucher des Bonner Weihnachtsmarktes, sich zu schützen, sensibel und aufmerksam zu sein. „Tragen Sie daher Wertsachen und Dokumente am besten in verschlossenen Innentaschen. Sie machen es Straftätern so schwer bis unmöglich, einen Schaden anzurichten. Sollten Sie verdächtige Personen beobachten, so scheuen Sie sich nicht, uns entsprechende Hinweise zu geben“, so der Polizeipräsident weiter. Außerdem wird es wieder eine Anlaufstelle des Stadtordnungsdienstes in der Vivatsgasse geben. Zudem ist nachts ein privater Sicherheitsdienst auf dem Weihnachtsmarktgelände unterwegs und stellt gleichzeitig eine Brandwache. Die Schutzanlagen gegen mögliche terroristische Angriffe werden wie in den vergangenen Jahren ebenfalls errichtet – insbesondere am Friedens- und am Martinsplatz.

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