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Bonn: Weniger Sport in der Pandemie - Umfrage der AOK Rheinland

Ergebnis einer Umfrage : Fast jeder zweite Bonner macht weniger Sport in der Pandemie

Fast die Hälfte der Menschen im Rheinland macht seit Beginn der Pandemie weniger Sport. Während der Anteil im Rhein-Sieg-Kreis nicht ganz so hoch ist wie in den anderen Kommunen, weist Bonn in einer anderen Statistik Bestwerte auf.

Trainingseinheiten und Spiele in den Vereinen fallen aus, Schwimmbäder und Fitnessstudios haben geschlossen: Für viele Menschen fällt seit Monaten ihr gängiges Sportangebot weg. Alternativen wie Radfahrern oder Joggen suchen sich jedoch nicht alle, viele treiben während der Pandemie weniger Sport. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag der AOK Rheinland/Hamburg. Demnach gaben 48 Prozent der Ende Februar Befragten an, dass sie seltener Sport machen als früher. In Bonn gaben 46,1 Prozent der Menschen an, weniger zu trainieren.

Noch deutlicher zeigt sich bei der deutschlandweiten Umfrage unter mehr als 10.000 Menschen der Rückgang bei den Jüngeren: Bei den 18- bis 29-Jährigen gaben sogar mehr als die Hälfte (58 Prozent) an, dass sie aktuell weniger Sport treiben als vor der Pandemie. Bei den Menschen über 65 Jahren sieht das anders aus: In der Altersgruppe gaben 43 Prozent an, weniger körperlich aktiv zu sein.

Niedrigster Rückgang im Rhein-Sieg-Kreis

Unterschiede gibt es auch zwischen den Bundesländern. In Nordrhein-Westfalen gab wie im Bundesschnitt rund jeder Zweite (49 Prozent an), seltener zu trainieren. Spitzenreiter ist Hamburg. Dort waren drei von fünf Befragten (61 Prozent) weniger aktiv. Den geringsten Rückgang verzeichnen Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils 41 Prozent.

Mit Blick auf die Städte und Kreise im Rheinland sowie Hamburg liegt Bonn leicht unter dem Bundesdurchschnitt (46,1 Prozent). Anders sieht es im Rhein-Sieg-Kreis aus: Mit 43,1 Prozent der Befragten, die weniger Sport machen, weist der Kreis den niedrigsten Wert auf. In Köln sagte das mehr als jeder Zweite Befragte (51,6 Prozent). Im Kreis Euskirchen sind 45,6 Prozent der Befragten weniger aktiv. Spitzenreiter ist Hamburg mit 60,1 Prozent.

Jeder fünfte Bonner macht mehr Sport

Bonn weist hingegen in einer anderen Kennzahl den höchsten Wert auf. Der Umfrage ist auch zu entnehmen, dass 15 Prozent aller Befragten körperlich aktiver sind als vor der Pandemie. In Bonn macht sogar jeder Fünfte (20 Prozent) mehr Sport. In keiner anderen Stadt oder in einem anderen Kreis war der Anteil so hoch. Im Rhein-Sieg-Kreis liegt der Wert bei 17,9 Prozent, in Köln bei 19,5 Prozent und im Kreis Euskirchen bei 17,7 Prozent. Hamburg liegt mit 13,4 Prozent am Ende der Tabelle.

Die Krankenkasse appelliert, sich auch im Lockdown viel zu bewegen. „Es ist wichtig, auch während der Pandemie aktiv zu bleiben. Bereits geringe körperliche Aktivitäten wie kleine Spaziergänge haben einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit“, sagt Rolf Buchwitz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg. Tatsächlich sind Spaziergänge laut Umfrage bei vielen in der Corona-Zeit beliebter geworden: 43 Prozent der Deutschen gehen nun mehr spazieren als früher. Zudem gaben 26 Prozent der Befragten an, dass sie häufiger Übungen zu Hause machen. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 36 Prozent.