Bonnerinnen leben mit Migräne „Das fühlt sich an, als hätte ich Blitze im Kopf“

Bonn · Leben mit ständigen Kopfschmerzen. Das ist die Realität zweier Bonnerinnen. Dem GA haben Katrin Böhnke und Jutta Gärtner erzählt, wie sie mit der chronischen Erkrankung leben und was sie machen, wenn sie einen Anfall haben.

 Kathrin Böhnke steht in ihrer Wohnung. Vor ihr ihre Medikamente, die sie nimmt, wenn sie Migräne hat.

Kathrin Böhnke steht in ihrer Wohnung. Vor ihr ihre Medikamente, die sie nimmt, wenn sie Migräne hat.

Foto: Benjamin Westhoff

Sonnenbrille, Ohrstöpsel, spezielle Schmerzmedikamente: Ohne diese drei Utensilien in ihrer Handtasche verlässt Katrin Böhnke nicht das Haus. Die 42-Jährige hat seit 20 Jahren starke Migräne. „Das fühlt sich an, als hätte ich Blitze im Kopf. Stechend und pulsierend, analog zum Herzschlag“, beschreibt sie. Oft ist ihr übel und sie muss sich übergeben. „Dabei ist jeder Gang ins Bad zu viel und anstrengend.“ Die Tränen laufen dann stumm die Wangen herunter. „Weinen ist anstrengend und verstärkt Kopfschmerzen. Die können schlimmer werden. Aber sie sind so stark, dass man nur weinen kann“, sagt Böhnke. Ruhe und Dunkelheit. Was anderes kann sie bei einem Anfall nicht ertragen.