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Bonn: Wohnhaus an der Heerstraße nach Abbrucharbeiten unbewohnbar

Gebäude in Bonn : Wohnhaus an Heerstraße nach Abbrucharbeiten unbewohnbar

Bei Abbrucharbeiten in der Heerstraße in Bonn ist am Montag ein Wohnhaus stark beschädigt worden. Das Gebäude ist nun unbewohnbar, Gefahr für den öffentlichen Straßenraum besteht jedoch nicht.

Nach Abbrucharbeiten an der Heerstraße ist ein Gebäude so stark beschädigt worden, dass es vorerst nicht bewohnbar ist. Dabei handelt es sich um den rückwärtigen Anbau des Gebäudes mit der Hausnummer 199. Das Vorderhaus sei laut Anwohnern nicht betroffen. Die Bewohner des Anbaus wurden demnach anderweitig untergebracht. Sie dürfen erst dann in ihre Wohnungen zurückkehren, wenn die Tragfähigkeit des Gebäudes gewährleistet ist. Laut Stadt besteht keine Gefahr für den öffentlichen Straßenraum.

Martin Hartmann wohnt im vorderen Teil des Gebäudes. „Seit drei Wochen sind sie mit den Abbrucharbeiten beschäftigt“, erzählt er. Von dem Vorfall selbst habe er nichts mitbekommen. „Am Montag hat es dann gegen 11 Uhr an der Tür geklingelt und uns wurde gesagt, dass wir das Haus verlassen müssen.“ Er habe dann schnell einen Rucksack gepackt und sei mit den Bewohnern des hinteren Gebäudeteils in ein Hotel umgezogen. „Das ist schon ein blödes Gefühl, wenn man aus seiner Wohnung raus muss, weil sie vielleicht einstürzen könnte.“ Er selbst konnte, wie er sagt, zum Glück noch am selben Tag wieder zurück in seine Wohnung. Für die Anwohner im hinteren Teil des Hauses sieht es schlechter aus. Sie können vorerst nicht in ihre Wohnungen zurück.

Die Feuerwehr war am Montagmittag mit mehreren Fahrzeugen zur Heerstraße in Bonn ausgerückt. Wie der GA vor Ort erfuhr, musste dort nach Bauarbeiten geprüft werden, ob die Statik eines an eine Baustelle angrenzenden Hauses noch gegeben ist. Vor Ort stellte die Feuerwehr fest, dass keine akute Einsturzgefahr bestand. Der Eingang zum hinteren Teil ist vorsichtshalber mit einer Holztür vernagelt.

Die Firma Thoma Immobilien in Poppelsdorf ist Eigentümer des abgerissenen Gebäudes. „Dort soll ein Neubau errichtet werden“, sagt Marco Brieger, der dort als Immobilienkaufmann arbeitet, auf Anfrage. Genauers zu dem Vorfall könne er noch nicht sagen. „Es ist noch unübersichtlich, was genau dort geschehen ist“, sagt Brieger. Aber es sei wohl nicht so schwerwiegend. Es sei noch in der statischen Prüfung.