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Neue Haltstelle zur Klimakonferenz: Bonner Haltestelle UN Campus früher als geplant fertig

Neue Haltstelle zur Klimakonferenz : Bonner Haltestelle UN Campus früher als geplant fertig

Am 1. November hält der erste Zug am UN Campus – gut sechs Wochen früher als ursprünglich im Fahrplan vorgesehen. Offiziell wird der neue Haltepunkt erst am 4. November eröffnet.

Diesmal ist die Deutsche Bahn überpünktlich und rollt nicht mit Verspätung ein: Ab 1. November – gut sechs Wochen vor dem ursprünglich geplanten Termin – werden die Regionalzüge am neuen Haltepunkt „Bonn – UN Campus“ einen Stopp einlegen. An Allerheiligen wird der RE 81702 um 6.28 Uhr aus Remagen kommend erstmals Passagiere in Höhe des Bundesviertels ein- und aussteigen lassen. Offiziell eröffnet wird der Haltepunkt dann am Samstag, 4. November.

Ursprünglich wollte die Bahn die Station erst mit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember anfahren. Aber: „Wir haben die Arbeiten in den letzten Wochen noch einmal deutlich beschleunigt, damit wir vor Beginn des UN-Gipfels fertig werden“, erklärte eine Bahnsprecherin auf GA-Anfrage.

Für die Zeit der UN-Klimakonferenz werden die Linien RE 5 (DB Regio NRW), RB 26 (Transregio), RB 48 (National Express) und RB 30 (DB Regio NRW) den neuen Stopp in beiden Richtungen anfahren. Um den Teilnehmern der Konferenz im WCCB und in der Rheinaue vom 6. bis 17. November eine bequeme und vor allem klimafreundliche Anreise per Bus und Bahn zu ermöglichen und die Umweltbelastung durch zusätzlichen Autoverkehr in Bonn gering zu halten, können alle akkreditierten Teilnehmer Busse und Bahnen kostenfrei nutzen. Über den neuen Halt erreichen sie das Kongresszentrum besonders bequem.

Sonderfahrplan nach der Klimakonferenz

Erschwert wird die Verkehrssituation auf der Schiene im November allerdings auch durch die seit Langem geplanten Weichen- und Gleiserneuerungsarbeiten (1. bis 18. November) auf der linken Rheinstrecke zwischen dem Kölner Hauptbahnhof und Köln-Süd. Diese Arbeiten erfordern die zeitweise Sperrung der Strecke, Umleitung von Zügen über die rechte Rheinseite oder teilweise eingleisigen Betrieb mit umfangreichen Fahrplananpassungen.

„Dennoch“, versicherte die Bahnsprecherin, „werden in dieser Zeit alle Linien zwischen Köln Hauptbahnhof und dem UN Campus fahren und planmäßig halten. Trotz der Baustelle. Was rollen kann, das rollt auch.“ Der DB Netz AG sei es in Zusammenarbeit mit dem Nahverkehr Rheinland (NVR) und den Eisenbahn-Verkehrsunternehmen gelungen, ein Ersatzkonzept zu erarbeiten, das die Kapazitäten weitgehend erhält. In diesen „Baustellenfahrplan“ sei natürlich auch der neue UN-Haltepunkt aufgenommen worden, der von nun an von allen Regionalbahnen angesteuert wird.

Nach der Klimakonferenz sowie dem Ende der Schienenarbeiten in Köln werden die Züge allerdings noch einmal nach einem Sonderfahrplan verkehren. „Daran arbeiten wir derzeit. Es wird eine Übergangszeit geben, bis der neue Fahrplan dann im Dezember endgültig greift. Genaue Angaben können wir derzeit noch nicht machen“, so die Sprecherin des Konzerns.

Entsprechende Angaben würden allerdings aktuell über die Online-Auskunftssysteme sowie über Aushänge an den Bahnsteigen bekanntgegeben. Zudem sind sie auf bauinfos.deutschebahn.com/nrw und über die App „DB Bauarbeiten“ abrufbar. Dort kann auch ein Newsletter für einzelne Linien der DB abonniert werden.

Weitere Informationen gibt es bei der Kundenhotline von DB Regio NRW unter 01 80/6 46 40 06 und dem BahnBau-Telefon unter 08 00/5 99 66 55.