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14. Bonner Friedenslauf: Bonner Jugendliche setzen Zeichen gegen Hass

14. Bonner Friedenslauf : Bonner Jugendliche setzen Zeichen gegen Hass

Unter dem Motto "Miteinander statt nebeneinander - gemeinsam in Vielfalt leben!" haben 2000 Jugendliche aus 17 Schulen beim Bonner Friedenslauf ein eindrucksvolles Zeichen gegen Krieg, Hass und Hetze gesetzt. Zuvor hatten sie private Sponsoren gesucht.

Unter dem Motto "Miteinander statt nebeneinander - gemeinsam in Vielfalt leben!" haben 2000 Jugendliche aus 17 Schulen beim Bonner Friedenslauf ein eindrucksvolles Zeichen gegen Krieg, Hass und Hetze gesetzt. Zuvor hatten die beeindruckend motivierten Kinder und Jugendlichen private Sponsoren gesucht, die pro gelaufener Hofgarten-Runde einen zuvor festgelegten Betrag spendeten.

Mit dem Erlös unterstützen sie die Projektarbeit des forumZFD (Forum Ziviler Friedensdienst) sowie die Friedensbildung des Frauennetzwerkes Frauen für den Frieden. Schon vor dem Lauf hatten sich die Schüler im Unterricht und bei einem begleitenden Bildungsprogramms mit den Themen Frieden und Verständigung, Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit, Menschenrechte, Seenotrettung, Flucht und Fluchtursachen auseinandergesetzt. "Die Spenden sollen unserer Friedensarbeit in Israel und Palästina zugute kommen. In Haifa unterhalten wir zum Beispiel ein gemeinsames Jugendzentrum für Israelis und Palästinenser", sagten die Koordinatoren Christoph Bongard und Christine Lieser vom forumZFD. Ein Ziel, das der achtjährige Yousef mit seiner Teilnahme liebend gerne unterstützt: "Meine Eltern kommen aus Palästina. In ihrer Heimat soll es endlich Frieden geben. Besonders für die Kinder." Dem konnte Klassenkamerad Mattheo nur zustimmen.

Lehrerin Isabel Beck nahm mit 300 Kindern ihrer inklusiven Grundschule teil. "Ich bin seit dem ersten Friedenslauf dabei", sagte sie und lobte die Begeisterung der Kinder. Mit sichtlichem Stolz präsentierten Elena und Yvonne von der Adelheidisschule die Stempel auf ihren Startnummern. Für jede der etwa 700 Meter langen Runde gab es einen davon. "Das hat einen Riesenspaß gemacht. Für eine gute Sache. Wir alle wollen, dass es nie wieder Krieg gibt und alle Kinder in Frieden leben können", sagten die Achtjährigen. Tom und Joelina (beide 13) von der Heinrich-Böll-Sekundarschule Bornheim machten sich Sorgen um die Friedenssicherung und hielten neue Kriege für möglich: "Wenn man die Nachrichten über den verrückten Trump verfolgt, kann einem doch Angst und Bange werden. Der ist viel zu aggressiv. Der ist ein Mobber und ein Hetzer, der immer wieder mit Krieg droht. Wir jedenfalls wollen mit unserer Teilnahmen einen Beitrag für den Frieden leisten."

Die Angst der Jugendlichen war für Vater Andreas Bethmann nachvollziehbar: "Man muss sich schon Sorgen machen. Da geht international einiges aus dem Gefüge. Zu viele Populisten rasseln mit den Säbeln."

Die Theaterpädagogin Heike Werntgen und KiKa Moderator FUG führten durch ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm. Die Kinder der Jahnschule sangen ein Friedenslied und die der Erich-Kästner-Schule führten einen indianischen Tanz auf, der den Schutz der Erde thematisierte.

30 Ordner sorgten für einen reibungslosen Ablauf des mittlerweile 14. Laufs. Einer von ihnen war Christian Düx. "Ich will bei dieser guten Sache mithelfen. Wir sollten uns auch um den inneren Frieden kümmert. Es gibt heutzutage viel zu wenig Respekt und zu viel Aggressivität. Die für unsere bunte Gesellschaft notwendige Toleranz ist manchmal eine Herausforderung. Aber wenn man sich auf sie einlässt, kann sie eine Bereicherung sein", sagte der 71-jährige.