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Messe des General-Anzeigers: Bonner Karrieretag im Telekom Dome eröffnet

Messe des General-Anzeigers : Bonner Karrieretag im Telekom Dome eröffnet

Mit rund 40 Ausstellern hat der Bonner Karrieretag im Telekom-Dome am Donnerstag eröffnet. Jugendliche und Erwachsene, die auf Jobsuche sind oder eine Ausbildung machen wollen, können dort direkt mit Unternehmen aus Bonn und der Umgebung in Kontakt treten.

„Ich freue mich, dass diese Tradition fortgeführt werden kann“, sagte Victoria Appelbe, die Bonner Amtsleiterin für Wirtschaftsförderung, über den Karrieretag. Bereits zum achten Mal haben der General-Anzeiger und das Anzeigenportal kalaydo.de die beliebte Jobmesse am Donnerstag organisiert. Sie fand aufgrund der Corona-Pandemie unter besonderen Hygienemaßnahmen im Telekom Dome statt. Am Eingang gab es Desinfektionsspender. Wer die Messe besuchen wollte, musste sich im Voraus registrieren. Außerdem gab es Einbahnstraßen, und in der Halle musste jeder Maske tragen.

Trotz der schwierigen aktuellen Corona-Lage war das Interesse groß. „Bis Mittwoch hatten wir 1400 Anmeldungen“, erklärte Martin Busch, Geschäftsführer der GA Medien GmbH. „Leider ist das Begleitprogramm den kurzfristigen Reglementierungen zum Opfer gefallen.“ Die geplanten Vorträge und das Bewerbercoaching wurden abgesagt. Aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen wurde die maximal erlaubte Besucherzahl herunter­gesetzt. Mit den Ausstellern zusammen durften sich maximal 250 Personen gleichzeitig im Telekom Dome befinden. Von der IT, über die Verwaltung und den Einzelhandel bis hin zum Zoll oder der Bundeswehr bot die Messe eine bunte Vielfalt an Berufsmöglichkeiten. Einer der Aussteller war das Karriere-Institut. „Wir bereiten die Leute in Workshops für Bewerbungsgespräche vor“, sagte Moritz Trompetter, selbstständiger Vertriebspartner, dem GA. „Wie läuft ein Bewerbungsgespräch ab? Welche kritischen Fragen werden gestellt? Wie verhandle ich mein Gehalt?“ Auf all diese Fragen erhielten Interessierte Antworten. „Aufgrund der aktuellen Lage machen wir nur Webinare“, so Trompetter. Wichtig sei  Authentizität, sagt er. „Man sollte sich nicht verstellen. Auch Zielstrebigkeit und Disziplin sind Eigenschaften, die man im Gespräch mit dem potenziellen Arbeitgeber vermitteln sollte.“ Zurzeit sei es zwar schwieriger geworden, einen Job zu finden, da einige Firmen seltener einstellen. „Ich empfehle, aber trotzdem nach vorne zu schauen.“

Ein weiterer Aussteller war das Unternehmen Rahm Zentrum für Gesundheit. „Bei uns ist es wichtig, dass der Mitarbeiter serviceorientiert denkt und Spaß an der Arbeit hat“, erklärte die Personalreferentin Silvia Förster. Von der Verwaltung, über Logistik und Lager sowie Servicefahrer bis zur Reha-Fachberatung werde flächendeckend gesucht. Ein Mangel an Bewerbungen kann Förster nicht feststellen. „Durch den Lockdown bewerben sich einige aus der Hotellerie“, berichtete sie. „Hoffentlich bleiben die Bewerberzahlen so. Durch die derzeitigen Maßnahmen weiß man nicht, wie es in Zukunft aussieht.“

Auch Mirna Eid sah es vor allem als wichtig an, dass die Bewerber wirklich Spaß an ihrer Tätigkeit haben. Sie ist Gebietsrecruiterin für Deichmann. „Spaß an der Mode, Spaß am Kundenkontakt und Kreativität, etwa was das Mitgestalten der Ausstellungsstücke betrifft: Das sollte man mitbringen, wenn man sich bei uns bewirbt.“ Dass die Corona-Pandemie für einen verstärkten Bewerberandrang sorgt, kann sie bestätigen. „Wir bekommen etwas mehr Anfragen, weil es beim Einzelhandel keinen Stopp gibt.“

Angetan von der Messe war auch Svenja Udelhoven, Kreisdirektorin im Rhein-Sieg-Kreis. „Es ist gut, dass der Karrieretag noch als Plattform angeboten wird. Wenn auch im kleineren Rahmen.“ Gerade in der jetzigen Zeit zeige sich, wie sinnstiftend die Arbeit in der Verwaltung sei.