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Hunde-Boutique Ruby’s: Bonner kleiden den vierbeinigen Liebling modisch

Hunde-Boutique Ruby’s : Bonner kleiden den vierbeinigen Liebling modisch

Ob sich der Hund in Motto-T-Shirt, Lederjacke oder Söckchen gekleidet gefällt, ist nicht die Frage. Das entscheiden die Besitzer. Sie finden ihren vierbeinigen Liebling in modischen Accessoires noch niedlicher. In Bonns erster Hunde-Boutique werden sogar Fotoshootings angeboten.

Der Trend aus Amerika, seinen Hund mit bunten Accessoires einzukleiden, hat auch hierzulande immer mehr Fans. Von Motto-T-Shirts über Regencapes bis hin zu Socken für die Vierbeiner ist in Hunde-Boutiquen mittlerweile alles zu haben, was man sonst eher in Geschäften für Herrchen und Frauchen erwarten würde. Manches davon mag sinnvoll erscheinen, anderes eher kurios. Wie den Hunden gefällt, was sie da tragen müssen, bleibt fraglich.

Egal ob T-Shirts, Pullover, Lederjacken oder Bademäntel – wer seinen Hund einkleiden will, könnte bei Ruby’s fündig werden. In Bonns erster Hundeboutique gibt es neben Halsbändern und Leinen in verschiedensten Formen und Farben auch Spielzeug oder Pflegebedarf fürs Fell. Für den kleinen Hunger werden an der Snackbar exotische Leckerbissen, etwa getrocknete Hühnerfüße, Lammlunge oder Bullenhoden - aber auch vegane Hundekekse - angeboten. Das Highlight in der Boutique: Eine Fotoshooting-Ecke, in der die Lieblinge verkleidet und für schicke Porträts in Szene gesetzt werden können.

Fotoshooting mit dem Liebling

Geschäftsführerin Elisabeth Tolchinsky hat sich mit diesem Projekt einen Traum erfüllt. „Hunde begleiten mich schon mein ganzes Leben, in meiner Familie hatten wir immer einen Hund", berichtet die 33-Jährige. Es sollte aber nicht bloß ein Geschäft für Hundebedarf sein, sagt Tolchinsky. „Ich fotografiere seit vielen Jahren leidenschaftlich gerne." Mit dem Foto-Studio in der Boutique kann sie ihr Hobby mit der Geschäftsidee kombinieren und beglückt all jene, die gerne Erinnerungsfotos ihrer Vierbeiner machen lassen.

Dass sich seit Beginn der Pandemie immer mehr Menschen einen Hund zulegen, war eines der Pro-Argumente auf Tolchinskys Liste, bevor sie sich vor einem knappen Jahr dazu entschied, sich selbstständig zu machen. „Viele Kunden kommen mit jungen Welpen hierher und suchen nach passenden Produkten", berichtet sie. Auch Besitzer von geretteten Straßenhunden würden häufig vorbei kommen. Was die Trends anbetrifft, übertrage sich das Phänomen des Shoppens auf den Einkauf für den Hund: „Männer kommen ins Geschäft und wissen meistens direkt, wonach sie suchen. Bei den Frauen sieht es anders aus, die schauen sich gerne mehr um und finden hier und dort mal was Schönes beim Stöbern."

Gut gelaunte Hundebesitzer

Nach einem knappen Jahr Betrieb kann Tolchinsky noch keine besonderen Trends verzeichnen, „aber wenn es wärmer wird und die Sonne öfter scheint, kaufen die Kunden bevorzugt mehrfarbige Muster und Motive oder auch die jahreszeitlichen Klassiker wie Zeckenschutzmittel". Wichtig sei ihr, dass sie ihren Kunden verschiedene Preisklassen anbieten kann: „Einige Halsbänder kosten 15 Euro andere 100 - so kann jeder selbst entscheiden, wie ausgefallen es sein darf.“ Ihr Sortiment bestehe überwiegend aus europäischen und amerikanischen Marken. Viele der Labels stammen auch aus der Region, etwa die Bonner Marke Misspaw Handmade.

Besonders angenehm findet die gebürtige Ukrainerin den herzlichen Umgang. „Hundebesitzer sind tolle Kunden, sie sind entspannt, gut gelaunt und schnell happy", schwärmt Tolchinsky, die seit elf Jahren in Deutschland lebt. Den Eingang ihrer Boutique schmückt ein Porträt des Namensgebers, ihres Boston Terriers Ruby.