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Bonner Kultureinrichtungen und Vereinte Nationen kooperieren

Vereinte Nationen in Bonn : Künstlerischer Funken des Wandels

Unter dem Motto „Moving Together“ wollen Theater und Beethoven-Orchester Alteingesessene und UN-Mitarbeiter näher zueinander bringen. Hierfür gibt es nun ein eigenes Veranstaltungsprogramm im Zeichen der Nachhaltigkeit.

Eine bessere Vernetzung der Stadt Bonn und den Vereinten Nationen und ihren Mitarbeitern – dieses Ziel ist nicht neu. Die Stadt schickt nun zwei Bonner Prominente ins Rennen, um tiefverwurzelte Mitbürger und Neu-Bonner näher zueinander zu bringen: Helfen werden dabei das Beethoven-Orchester und das Theater Bonn. Und das nicht ohne Eigennutz, denn auch ihr Angebot soll einem breiteren internationalen Publikum zugänglich werden.

Die Klammer der strategischen Kooperation bildet das Thema Nachhaltigkeit, das auf diese Weise ebenfalls noch stärker als ohnehin schon im öffentlichen Bewusstsein verankert werden soll. Am Freitag präsentierten die Beteiligten ihre Vorstellungen, wie die Idee funktionieren soll.

Kaftan: „Mit Musik Ideen in die Köpfe und Herzen bringen“

Konkret geplant sind demnach Veranstaltungsreihen wie Vorträge und Konzerte, bei denen das UN-Label einem Wasserzeichen ähnlich für Wiedererkennungswert sorgt. Im Theater soll es Führungen und Probenbesuche auf Englisch geben, zudem seien Angebote gezielt für Familien und Berufseinsteiger geplant. Auch wenn die Corona-Pandemie die konkrete Planung derzeit noch bremse, wollten die Beteiligten dieses wichtige Thema „mit lustvoller Kraft angehen“, sagte Bernhard Helmich, Generalintendant des Theaters Bonn.

Als er sein Amt 2013 antrat, habe er das Ziel gehabt, „unser Theater näher an alle Menschen dieser Stadt heranzubringen und es Teil ihres Lebens werden zu lassen“, so Helmich. Besonders von der Aufhebung der Sprachbarrieren erhoffe er sich zunächst ein Kennenlernen sowie – darauf aufbauend – neue Bindungen.

Dirk Kaftan, Generalmusikdirektor der Stadt und Leiter des Beethoven-Orchesters, sprach gar von einer neuen „Mainstream-Bewegung“, welche die Kooperation in Gang setzen könne. Die Begeisterungsfähigkeit seines Orchesters ist über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, doch stellte Kaftan am Freitag das Medium Musik in den Vordergrund: „Musik ist eine großartige Möglichkeit, Ideen in die Köpfe und in die Herzen zu transportieren.“

Mit der Kooperation die „Kräfte bündeln“

Auch Patricia Espinosa, Exekutivsekretärin des UN-Klimasekretariats, war die Vorfreude anzumerken: „Die Vereinten Nationen mit ihren über 20 Organisationen und mehr als 1000 Beschäftigten aus aller Welt fühlen sich in Bonn sehr wohl“, sagte sie und zeigte sich überzeugt: Mit der Kooperation werde man „Kräfte bündeln“. So sieht es auch Oberbürgermeisterin Katja Dörner: Bonn sei internationale Gäste gewohnt, jetzt aber gelte es, das Band noch enger zu knüpfen. Man wolle einen „Funken des Wandels entfachen“, sagte sie, Kunst und Musik könnten dazu die Herzen öffnen.

Nähere Informationen zur Kooperation gibt es unter www.theater-bonn.de/en/moving-together/