Kommentar zur Zukunft des Bonner Stadthauses Warum Katja Dörners Machtwort angemessen ist

Meinung | Bonn · Die Oberbürgermeisterin hat das Vertrauen in den Chef des Gebäudemanagements verloren. Jetzt soll Stadtdirektor Wolfgang Fuchs endlich eine Entscheidung zum maroden Stadthaus herbeiführen. Doch ob er der Richtige für das Mega-Projekt ist, muss sich erst noch zeigen, meint GA-Redakteur Andreas Baumann.

 Oberbürgermeisterin Dörner während eines GA-Interviews im Stadthaus.

Oberbürgermeisterin Dörner während eines GA-Interviews im Stadthaus.

Foto: Benjamin Westhoff

Katja Dörner hat ein Machtwort gesprochen. Die Oberbürgermeisterin setzt nicht mehr auf das Städtische Gebäudemanagement Bonn (SGB), um die Zukunft des sanierungsbedürftigen Stadthauses zu klären, sondern installiert eine neue Stabsstelle direkt unterhalb der Verwaltungsspitze. Dabei geht es nicht nur um die Frage, ob der Gebäudekomplex modernisiert oder durch einen Neubau ersetzt werden soll, den Dörner tendenziell befürwortet. Es geht auch darum, kurzfristig überhaupt die Betriebsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Denn wenn stimmt, was das SGB sagt, könnte Gebäudetechnik wie Lüftung, Brandschutzklappen oder Elektroanlagen jederzeit den Geist aufgeben.